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Linnich: Glasmalerei-Museum zeigt Beleschenkos „Glas Interventions”

Linnich : Glasmalerei-Museum zeigt Beleschenkos „Glas Interventions”

Neue Wege beschreitet das Deutsche Glasmalerei-Museum in Linnich mit seiner Ausstellung „Glas Interventions” von Alexander Beleschenko, die am Samstag, 28. September, um 15 Uhr eröffnet wird.

Für Museumsleiterin Dr. Iris Nestler ist sie eine überaus bedeutende Präsentation, in der in erster Linie die Entwicklung der Glaskunst aufgezeigt werden soll und die außerdem ihren Beitrag leisten soll, dieser Kunstrichtung ihren Platz in der Architektur einzuräumen.

Noch, so findet die Museumsleiterin stehen Glaskunst und Architektur in Konkurrenz zueinander, doch Beleschenko, der neben Brian Clarke zu den bedeutensten Glaskünstlern unserer Zeit zählt, bringt die nötige Sensibilität mit, sich hier einen Platz zu erobern.

Grandiose Kunstwerke hat er geschaffen, wie in der Herz-Jesu-Kirche in München, deren Eingangsbereich er in blauem Glas mit codierten Texten aus dem Johannesevangelium gestaltete, oder die Southwark Station der Jubilee Line in London, das Kongresszentrum in Birmingham und das Atrium des St. Johns College in Oxford. Völlig neue Wege geht der Künstler bei der Gestaltung dieser zumeist riesigen Glaswände.

Neben den Techniken, wie Sandstrahlen, Ätzen und Emailledruck geht er auch bei der Entwurfsarbeit neue Wege. Der Computer ist für ihn ein unverzichtbares Werkstück. Nach wie vor entsteht die Idee natürlich im Kopf und wird auf Papier ausgearbeitet, doch nur mit Hilfe eines Computers gelingt es, die unzähligen Möglichkeiten auszuschöpfen und zu sondieren.

So zeigt dann auch diese Ausstellung nicht nur Fotos seiner Arbeiten, die übrigens auch auf Glas und auf transparente Folie übertragen wurden, sondern dokumentiert zudem seine Arbeit mit Papier und Bleistift und zeigt einen Teil seiner Computerskizzen und natürlich eine stattliche Zahl seiner Probescheiben.

Doch seine Inspiration, so gesteht er, nimmt er aus der Natur. Blätter, Blüten und Federn tauchen immer wieder auf.