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Aachen: Giftanschlag auch in der Eifel möglich

Aachen : Giftanschlag auch in der Eifel möglich

Ein Giftanschlag wie auf die Wasserversorgung am Bodensee ist nach Einschätzung von Fachleuten bei den Talsperren in der Eifel nicht ausgeschlossen.

„Die Talsperren sind rundherum touristisch genutzt”, sagte der Gewässerdezernent beim Wasserverband Eifel-Rur, Robert Steegmanns, am Montag. Wanderwege führten zum Teil bis auf zwei Meter am Wasser vorbei. Nicht jeden, der direkt zum Ufer gehe, könne man überprüfen. „Die öffentliche Nutzung ist immer ein Risiko”, sagte Steegmanns. In der Nordeifel gibt es neun Talsperren, davon sind drei Trinkwasserreservoirs.

Der Wasserverband Eifel-Rur sehe keinen Anlass, die Kontrollen zu verschärfen. Nach den Terroranschlägen in den USA am 11. September 2001 sei der Objektschutz an den Talsperren bereits intensiviert worden. „Dabei spielten Überlegungen eine Rolle, dass Staumauern gesprengt und darunter liegende Ortschaften geflutet werden könnten”, sagte Steegmanns. Mit den bestehenden Kontrollen werde das Risiko eines Giftanschlags minimiert, aber „ausschließen kann man es nicht”.