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Gelsenkirchen: Gerard Mortiers Visionen von einem Ruhr-Labor

Gelsenkirchen : Gerard Mortiers Visionen von einem Ruhr-Labor

Das Ruhrgebiet soll nach dem Willen des Gründungsintendanten der neuen Ruhrtriennale, Gerard Mortier, zu einem „Labor für eine neue Art von Kulturvermittlung” werden.

Überall machten sich Künstler, Regisseure und Kulturpolitiker Gedanken darüber, wie mit klassischen Werken heute ein Publikum angesprochen werden könne.„Man muss den klassischen Stoff als aktuell erkennen”, laute die Maxime, nach der etwa die moderne Problematik von Exil und Migration in einer Interpretation von Euripides-Dramen durch den Regisseur Peter Sellars auf die Bühne komme.

Die erste Spielzeit des Kulturfestes beginnt am Samstag. Für die über 80 Aufführungen bis Mitte Oktober sei rund die Hälfte der 40 000 Karten verkauft worden, sagte Mortier.

Wenn die Zuschauer nicht im erwünschten Umfang kämen und mindestens etwa 70 Prozent der Karten verkauft würden, betonte Mortier, „dann muss man sagen, der Versuch ist gescheitert”.