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Recklinghausen: Generelle Feinstaub-Belastung hält in NRW an

Recklinghausen : Generelle Feinstaub-Belastung hält in NRW an

Trotz der Einführung der ersten Umweltzonen und weiterer Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung an vielbefahrenen Straßen hält die allgemeine Belastung durch Feinstaub in NRW offenbar an.

So gebe es zwar einige Standorte in Nordrhein-Westfalen, an denen sich die Situation verbessert habe und weniger Überschreitungstage des Mittelwertes von 50 Mikrogramm Feinstaub-Partikel pro Kubikmeter Luft registriert wurden, sagte eine Sprecherin des Landesumweltamtes der Nachrichtenagentur ddp in Recklinghausen. Dennoch wurden laut vorläufigen Daten bis zum 1. Juli dieses Jahres an vier Messstationen in NRW mehr als die von der Europäischen Union zulässigen 35 Überschreitungstage gezählt - das waren zwei mehr als zum Vorjahreszeitpunkt.

Umweltzonen, die älteren Fahrzeugen die Einfahrt untersagen, gibt es in NRW bislang in Köln und Dortmund. Dort dürfen Fahrzeuge nur mit entsprechenden Schadstoffplaketten fahren. Dadurch wurde zum Beispiel die Belastung am Clevischen Ring in Köln deutlich reduziert. Bis zur Mitte des Jahres wurden dort 26 Überschreitungstage gezählt, zum Vorjahreszeitpunkt waren es noch 40.

Auch in der Brackeler Straße in Dortmund zeigen die Maßnahmen offenbar Wirkung: Dort ging die Zahl der Überschreitungstage von 51 auf 40 herunter. Dennoch liege Dortmund zur Mitte des Jahres immer noch deutlich über den von der EU genehmigten Höchstwert für das gesamte Jahr, betonte die Sprecherin. Das sei ein Indiz dafür, dass die Auflagen anscheinend noch nicht ausreichten.

Neben der Messstation an der Brackeler Straße lagen der Krefelder Hafen, die Gladbecker Straße in Essen und Duisburg-Bruckhausen über dem zulässigen EU-Grenzwert. Die Corneliusstraße in Düsseldorf, die 2005 noch an der Spitze der durch Feinstaub belasteten Orte in NRW gelegen hatte, rangierte Mitte dieses Jahres mit 18 Überschreitungstagen deutlich weiter hinten.

Ab Oktober sollen weitere Umweltzonen im Ruhrgebiet eingerichtet werden. Fahrverbote für ältere Fahrzeuge sollen dann für eine weitere Reduzierung der Feinstaub-Belastung sorgen.