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Lüttich: Gelungen: Mozarts „Figaro“ an der Lütticher Oper

Lüttich : Gelungen: Mozarts „Figaro“ an der Lütticher Oper

Eine gelungene Produktion nach der bewährten Strategie, mit der Intendant Stefano Mazzonis di Pralafera seit Jahren die Lütticher Oper mit großem Erfolg führt: hervorragende Gesangsleistungen paaren sich mit unspektakulären, aber handwerklich sauberen Inszenierungen und Bühnenbildern, die es nicht an optischem Reiz vermissen lassen.

Das gilt auch für die Neuinszenierung von Mozarts „Le Nozze di Figaro“, die zwar ein wenig unter dem etwas groben Dirigat von Christophe Rousset leidet, die aber insgesamt der Bedeutung des Werks vollauf gerecht wird.

Das ist gleichermaßen der sensiblen Inszenierung von Emilio Sagi zu verdanken, der auf jeden unangemessenen Klamauk verzichtet und das junge, äußerst spielfreudige Ensemble mit feiner Hand führt, wie auch der hochwertigen Sängerbesetzung und den dezenten Dekorationen von Daniel Banco, der ein zartes Rokoko-Ambiente erstehen lässt und die Finalszene im nächtlichen Park mit zauberhaften Illuminationen ausstattet.

Eine Inszenierung, die sich treu am Libretto orientiert, was angesichts der Qualität des Textbuchs von da Ponte durchaus von Vorteil ist, und zugleich den feinen Zwischentönen der Musik Rechnung trägt.

Auch wenn es im Orchester nicht immer feinfühlig zugeht, entschädigt das Ensemble ohne Ausnahme für die wenigen Minuspunkte der Produktion. Ob Leon Košavi als Figaro oder Jodie Devos als Susanna, ob Judith van Wanroij als Gräfin oder Mario Cassi als Graf, ob Raffaela Milanesi als Cherubino oder Julien Véronèse als Doktor Bartolo und nicht zu vergessen die vielen kleineren Rollen: Gesanglich kommt man in Lüttich erneut voll auf seine Kosten.

Die nächsten Aufführungen im Königlichen Opernhaus Lüttich: am 12. und 14. April. Ticket-Info: 0032/42214722.