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Aachen: Gefäßchirurgie im „Wettbewerb um Qualität”

Aachen : Gefäßchirurgie im „Wettbewerb um Qualität”

Blut muss fließen. Mehr als 7000 Liter pumpt das Herz Tag für Tag durch ein Wunderwerk aus Röhren und Röhrchen, unseren Kreislauf. Kilometerlang ist dieses Netzwerk aus Adern, das den Körper von Kopf bis Fuß mit Nahrung, Sauerstoff und Wärme versorgt - und das wieder wegschafft, was er nicht braucht.

Schlecht also, wenn das Blut nicht fließen kann. Und ganz schlecht, wenn der Kreislauf an seinen empfindlichsten Stellen verstopft - oder platzt. Herz- und Kreislauferkrankungen sind nach wie vor die tödlichsten, und meistens beruhen sie auf Schäden an den Gefäßen. Und davon gibt es reichlich. Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen durch Diabetes, Raucherbeine, Krampfadern, Aneurysmen (Aussackungen).

Es geht also um Volkskrankheiten mit erheblichem Diagnose- und Therapiebedarf. Entsprechend groß ist das Angebot an Ärzten und Kliniken, die mit langjähriger Routine und nach dem Stand der Forschung nahezu alle Arterien- und Venenleiden behandeln. Bekannte Abteilungen für Gefäßchirurgie gibt es in Aachen im Marien- und Luisenhospital, aber auch im St. Antonius-Hospital in Eschweiler und anderen Krankenhäusern der Region.

Nun will sich auch das Universitätsklinikum in diesem Markt platzieren, und zwar so ehrgeizig wie anspruchsvoll. Mit Professor Michael Jacobs holte man im Oktober vergangenen Jahres einen international renommierten Spezialisten an die Spitze der neu gegründeten Klinik für Gefäßchirurgie - und versicherte sich damit zugleich der weit größeren Erfahrung auf diesem Gebiet im Maastrichter Universitätsklinikum. Die dortige Gefäßchirurgie wird nämlich ebenfalls von dem 48-jährigen Niederländer geleitet und ist dem Uniklinikum per Vertrag verbunden.