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Aachen: Fußballlärm für Anwohner zumutbar

Aachen : Fußballlärm für Anwohner zumutbar

Wer in die unmittelbare Nähe eines Fußballstadions zieht, muss den Spiellärm dulden und notfalls Türen und Fenster schließen.

Das entschied am Freitag das Landgericht Aachen. Es wies damit die Klage eines Nachbarn des Aachener Tivoli gegen Bundesliga-Aufsteiger Alemannia Aachen ab (Az.: 9 O 533/05). Dass die Lärmschutzvorgaben punktuell überschritten würden sei egal, urteilte das Gericht. Es handele sich nicht um Dauerlärm.

Der Kläger fühlte sich gestört und sah auch sein Eigentum im Wert gemindert. 1992 hatte der Mann ein Haus gekauft, das in unmittelbarer Nähe des 21.000 Zuschauer fassenden Aachener Fußballstadions liegt. Damals spielte die Alemannia in der vierten Liga und es ging ruhiger zu als heute.

Im Urteil hieß es dazu: „Ein schutzwürdiges Vertrauen, dass eine erfolglose Mannschaft immer erfolglos ist, gibt es glücklicherweise nicht.” Eine Einigung der Parteien war trotz des Angebotes der Alemannia, für 250.000 Euro eine drei Meter hohe Lärmschutzwand errichten zu wollen, nicht erfolgreich.