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Köln: Früherer Müll-Unternehmer Trienekens muss vor Gericht

Köln : Früherer Müll-Unternehmer Trienekens muss vor Gericht

Im Kölner Müllskandal muss sich der frühere Abfall-Unternehmer Hellmut Trienekens demnächst wegen des Verdachts der Untreue vor Gericht verantworten.

Das Kölner Landgericht habe die Anklage vom April 2005 gegen ihn zugelassen, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Wann der Prozess beginnt, ist noch unklar. Trienekens und weitere Beschuldigte sollen jahrelang Geld an eine Schweizer Briefkastenfirma gezahlt und so eine „schwarze Kasse” aufgebaut haben.

Ursprünglich ging es um eine Summe von 7,5 Millionen Euro (damals 14,6 Millionen D-Mark), die zwischen 1996 und 2002 geflossen sein soll. Nach Auffassung der 9. großen Strafkammer des Landgerichts sind einige der Taten allerdings inzwischen verjährt. Zur Hauptverhandlung zugelassen wurden 27 von eigentlich 37 angeklagten Einzeltaten mit einem Gesamtvolumen von rund 5,8 Millionen Euro.

Der Gesundheitszustand von Trienekens stehe dem Prozess nicht entgegen, teilte das Gericht mit. Das hätten mehrere medizinische Gutachten ergeben. Zwei ebenfalls Beschuldigte stehen wegen Beihilfe zur Untreue seit November 2006 vor Gericht. Das Verfahren gegen Trienekens war wegen seiner angeschlagenen Gesundheit abgetrennt worden.