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Aachen: Freitag, der 13.: Unglück, hoch zwei?

Aachen : Freitag, der 13.: Unglück, hoch zwei?

Für abergläubische Menschen wird der kommende Freitag ein wahrer Schreckenstag sein: Die Ziffernsumme des ohnehin „kritischen” Datums 13.10.2006 - also alle Ziffern zusammengerechnet - ergibt die Unglückszahl 13. Diese Kuriosität ist dem Aachener Physik-Professor Heinrich Hemme aufgefallen.

Bei einem Rechenspiel hat er herausgefunden, dass es einen solchen Super-Unglückstag vor 2006 zuletzt am 13. Januar 1520 gegeben hat. Nach Umfragen ist für jeden vierten Deutschen „Freitag der 13.” ein Unglückstag. „Wer wirklich abergläubisch ist, wird darauf auch noch achten”, sagte Hemme am Montag in Aachen.

In diesem Jahr hat es schon einmal einen solchen doppelt unheilvollen Tag gegeben, nämlich Freitag, den 13. Januar. Zwei dieser unseligen Tage in einem Jahr sind nach seiner Berechnung noch seltener: Zuletzt war 1411 so ein Jahr. „Ein Kalender ist ein mathematisches Gebilde, es gehorcht ja irgendwelchen Algorithmen”, sagte der Professor an der Fachhochschule Aachen. Die Reform vom Julianischen auf den Gregorianischen Kalender vor rund 400 Jahren habe er berücksichtigt.

Blieb den Menschen in der Vergangenheit der Freitag mit der doppelten Unglückszahl „13” jahrhundertelang erspart, droht das nächste Ungemach schon sehr schnell: Laut Hemme wird es der 13. Mai 2011 sein. Das habe mit dem komplizierten Aufbau des Kalendersystems und mit den darin enthaltenen vielen Unregelmäßigkeiten zu tun.