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Bonn: Frau brach nach 36 Kilo Lakritz zusammen

Bonn : Frau brach nach 36 Kilo Lakritz zusammen

Das Landgericht Bonn hat am Montag die Klage einer Lakritzkonsumentin aus Berlin auf Zahlung von Schadensersatz und Verdienstausfall gegen den Süßwarenhersteller Haribo abgewiesen.

Die Klägerin hatte behauptet, sie habe einen gesundheitlichen Zusammenbruch erlitten, nachdem sie über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten täglich eine 400-Gramm-Packung "Matador-Mix" verzehrt habe.

Einen Schadenersatzanspruch wollte das Gericht nach Angaben des beklagten Unternehmens daraus jedoch nicht ableiten. Jedes Lebensmittel könne - in übermäßigen Mengen genossen - negative Folgen haben, argumentierten die Richter. Das wisse jeder Verbraucher. Die Klägerin sei für die angeblichen Folgen ihres abnormalen Verzehrverhaltens allein verantwortlich.

Das Landgericht brauchte daher nicht mehr die Frage zu untersuchen, ob die behaupteten Verzehrmengen tatsächlich zutrafen, und ob der gesundheitliche Zusammenbruch der Klägerin überhaupt auf ihren Lakritzkonsum zurückzuführen war.