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Aachen: Frau bei lebendigem Leibe verbrannt

Aachen : Frau bei lebendigem Leibe verbrannt

Grausamer Flammentod am Ende eines Ehedramas: Beim Brandanschlag in Schmidt bei Düren vor einem Jahr verbrannte die 36 Jahre alte Frau nach Aussage eines Gutachters bei lebendigem Leibe.

Sie habe bis zu einem „gewissen Zeitpunkt” gelebt, bis sie an dem Rauch und in Folge der Hitze gestorben sei, sagte der Gutachter am Freitag vor dem Aachener Landgericht.

Die Leiche war „tief greifend” verkohlt. Der 50-jährige Lebensgefährte der Frau, der zehn Tage später im Krankenhaus starb, war zu 90 Prozent verbrannt. Trotz seiner schweren Verletzungen war er noch geflüchtet. Der 52-jährige Ehemann der Frau ist angeklagt, das Paar aus Rache ermordet zu haben.

Am ersten Prozesstag hatte er gestanden, nach dem Einbruch in die Wohnung seiner Frau Benzin in das Schlafzimmer geschüttet und angezündet zu haben. Bei seiner Flucht ins Freie hatte er seinen damals zweijährigen Stiefsohn mitgenommen und ihn mit seiner brennenden Jacke verletzt.

Wegen der Brandwunden an beiden Beinen habe der Junge vier Operationen über sich ergehen lassen müssen, sagte der leibliche Vater vor Gericht: „Er kann nicht länger als eine Stunde gehen, dann hat er Schmerzen.” Möglicherweise müsse er nochmals operiert werden. Von anderen Kindern werde er wegen seiner Narben gehänselt.