Aachen: Film ab für „African Woman“ mit Esther Tshiaba

Aachen: Film ab für „African Woman“ mit Esther Tshiaba

Esther Tshiaba ist wunderschön. Kein Wunder, dass sie 2014 die Wahl zur Miss Africa Belgium gewonnen hat. Doch die 24-Jährige ist nicht nur schön, sie betrachtet den Titel auch als Aufgabe: „Ich kann so etwas bewegen. Die Leute hören mir zu.“

Ihre Botschaft: Afrikanische Frauen sollen selbstbewusst für ihre Herkunft einstehen und sich in ihrer Haut wohlfühlen — so wie sie, deren Eltern aus dem Kongo stammen. Das ist auch die Aussage der neuen Single „African Woman“ von Mr. Chichi. Der Aachener Künstler mit nigerianischen Wurzeln hat sie deshalb gefragt, ob sie in seinem Musikvideo mitspielen möchte. Und sie hat sofort zugesagt.

„African woman you fine, everybody say you fine…“ lautet der Refrain des neuen Songs. Mr. Chichi, mit vollem Namen Chichi Wastas, singt Englisch mit starkem afrikanischen Akzent. Afro-House nennt sich die noch junge Musikrichtung, die vor allem afrikanischstämmige Europäer ansprechen soll, aber am besten natürlich die ganze Welt.

Es ist eine Mischung aus elektronischen, europäischen und afrikanischen Klängen. Im Video spielt Esther Tshiaba gewissermaßen sich selbst: Eine junge, afrikanische Frau, die das Lied im Radio hört, daraufhin Lust bekommt mit ihren Freundinnen feiern zu gehen und in der Disco auf den Künstler trifft. Der erkennt sie wieder, da er kurz zuvor ein Interview mit ihr im Fernsehen gesehen hat, und ist von ihrer Ausstrahlung fasziniert.

Esther war die perfekte Wahl

Das war auch der Grund, warum Mr. Chichi Esther für sein Video gewinnen wollte. „Damit die Geschichte authentisch wirkt, wollte ich eine hübsche, afrikanische Frau mit einem gewissen Bekanntheitsgrad darin auftreten lassen. Da war Esther die perfekte Wahl.“ Die beiden kennen sich von der Gala „Menschen 2015“, die von unserer Zeitung veranstaltet wird. Mr. Chichi saß im Publikum und ist auf sie aufmerksam geworden.

Die Disco-Szene des Videos wurde im „Starfish“, der Großraumdisco im Aachener Norden, gedreht — für die gebürtige Aachenerin ein Heimspiel. „Es ist schön, mal wieder nach Aachen zu kommen.“ Als sie 15 Jahre alt war, zogen ihre Eltern mit ihr und ihren Geschwistern nach Eupen, um den Kindern eine französische Schulbildung zu ermöglichen, denn Französisch ist die Sprache der Demokratischen Republik Kongo.

Der Videodreh war für Esther eine Premiere. Aber sie genießt den Trubel um ihre Person sichtlich. Ihr Fazit des Tages: „Es war stressig und aufregend, aber es hat sehr viel Spaß gemacht!“

(km)