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Aachen: Experten antworten im Forum M: Was tun bei Schmerz in der Hüfte?

Aachen : Experten antworten im Forum M: Was tun bei Schmerz in der Hüfte?

Unsere Hüften haben lebenslang eine „tragende Rolle”. Sie sorgen dafür, dass wir sitzen, aufstehen oder uns drehen können, und wenn alles in Ordnung ist, denken wir nicht einmal an sie. Doch schon der ganze normale Verschleiß kann zu schmerzhaften Problemen führen, Erkrankungen wie Rheuma aber auch Unfälle bringen sie in Gefahr.

„Hüftschmerz - was tun?” lautet der Titel einer Informationsveranstaltung des Stolberger Bethlehem-Krankenhauses am Mittwoch, 10. Januar, 19 Uhr, im Forum M der Mayerschen Buchhandlung in Aachen (Buchkremerstraße 1-7).

Rat und Auskunft rund um dieses Thema geben Dr. Hans-Georg Fischer, niedergelassener Orthopäde in Aachen, sowie aus dem Stolberger Bethlehem-Krankenhaus Professor Dr. Klaus Bläsius, Chefarzt der Abteilung Orthopädie, Oberarzt Dr. Markus Guinard, Dr. Andreas Bremer, Leitender Oberarzt, und Ralf Houber, Leiter der Physiotherapie, des Rehazentrums/Physiotherapieschule und Helga Frings, stellvertretende Leiterin. Sie alle berichten über neue Erkenntnisse zum Thema und werden Fragen des Publikums beantworten.

Die Hüfte verbindet Rumpf und Beine, dabei produziert die Gelenkschleimhaut eine Flüssigkeit, die den Knorpel - unseren natürlichen „Stoßdämpfer” - ernährt. Eine Störung dieses eingespielten Systems hat Folgen.

Doch wann ist ein Schmerz in der Hüftregion tatsächlich durch Verschleiß verursacht? Was ist eine Arthrose, wie entsteht sie und kann man ihr vorbeugen? Wie funktioniert eine gelenkerhaltende Therapie? Die Antworten sind vielschichtig. Nicht selten belastet den ohnehin schon lange Zeit vom Schmerz geplagten Patienten die Angst vor einem künstlichen Gelenk, gibt es Fälle, wo diese Ersatzgelenke nicht „funktionieren”.

Doch wenn Arthrose, Rheuma, entzündliche Erkrankungen oder Verletzungen Gelenkflächen und Knorpel zerstört haben, ist ein Ersatz häufig die einzige Hilfsmöglichkeit. Im Rahmen der Veranstaltungen werden diese auch kritischen Aspekte offen angesprochen. Rund 200.000 Mal findet eine Hüftoperation in Deutschland jährlich statt. Selbst als „Routineeingriff” ist sie nicht ohne Risiko. So geht es noch vor dem Eingriff um Entscheidungen wie die Möglichkeit der „Eigenblutspende” oder welches Narkoseverfahren angewandt wird.

Mit der Operation allein ist es nicht getan. Gerade die Krankengymnastik nach dem Hüftersatz - also das aktive Mitwirken des Betroffenen - entscheidet darüber, ob der Lebenswert verbessert wird, der Patient wieder schmerzfrei laufen kann und beweglich ist. Jetzt kommt es darauf an, richtiges Verhalten im Alltag zu trainieren und praktische Tipps der Physiotherapeuten umzusetzen.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.