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Aachen: „Ex-Oriente”: Diese Ausstellung gilt als großer Gewinn

Aachen : „Ex-Oriente”: Diese Ausstellung gilt als großer Gewinn

Die Bilanz ist erfreulich - und das nicht nur im Hinblick auf einen Besucherstrom, der weit über der erhofften „Mindestmarke” liegt.

Rund 90.000 Gäste aus aller Welt sahen die in Aachen vom 30. Juni bis 28. September die Ausstellung „Ex oriente” - mit etwa 60.000 hatte man gerechnet.

Das gemeinsame Projekt der Stadt mit dem Domkapitel Aachen und der Fachhochschule Düsseldorf (Gesamtkosten 1,6 Millionen Euro) bewirkte ein neues und Intensives Nachdenken über die drei monotheistischen Religionen sowie über die durch sie gheprägten Kulturen und Menschen, wie Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden betonte.

„Diese Ausstellung ist auf jeden Fall ein großer Gewinn, das hat mit Kostendeckung nichts zu tun.”

So wurde bei 1100 Führungen nicht selten heftig über die Verbindung der 570 Leihgaben aus 16 Ländern mit kritischen Werken der modernen Kunst diskutiert, gab der Eindruck von „Ex oriente” wichtige Impulse für schulische Projekte.

Gleichfalls Ergebnis der Zusammenführung islamischer, jüdischer und christlicher Dokumente ist eine Kooperation der FH Düsseldorf mit israelischen Universitäten zum Thema der Tabus in der Gesellschaft.

Und auch in Zukunft - das versicherte Rektor Hans-Joachim Krause - will die FH Düsseldorf mit Aachen verbunden bleiben.

Das Weltfriedensgebet, zu dem Bischof Heinrich Mussinghoff die Vertreter der Weltreligionen nach Aachen gerufen hat, bot eine weitere wichtige Facette der Verständigung, wie Dompropst Hans Müllejans zu berichten wußte.

„Als Stadt der Wissenschaft haben wir die Verpflichtung Interdependenz und Internationalität zu zeigen”, so Linden.

In einem drei- bis fünfjährigen Rhythmus sollen weitere Großausstellungen folgen. Nächstes Ziel ist das Jahr 2006, das im Zeichen der Weltreiterspiele steht.

„Ein konkretes Thema steht noch nicht fest, Anregungen gibt es bereits”, verriet Kulturdezernentin Isabel Pfeiffer-Poensgen.