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Köln: Eva Luise Köhler sieht neuen Aufbruch bei Unicef

Köln : Eva Luise Köhler sieht neuen Aufbruch bei Unicef

Unicef-Schirmherrin Eva Luise Köhler sieht bei der Kinderhilfsorganisation einen Neubeginn. „Bei Unicef ist deutlich ein neuer Aufbruch zu spüren”, sagte die Frau des Bundespräsidenten.

Die Organisation habe in der Krise zu Jahresbeginn schnell und gut reagiert. Damit sei sie Vorreiter geworden für andere Initiativen. „Die haben da genau hingeschaut und sich auch auf die Fahnen geschrieben: Transparenz! Transparenz!”

Ihre Aufgabe als Schirmherrn sieht Köhler nach eigenem Bekunden unter anderem darin, Unicef „eine Art Gütesiegel” zu geben. Sie wolle gerade die ehrenamtlichen Mitarbeiter ich ermutigen und ihnen zeigen, wie sehr sie deren Arbeit schätze.

Kritisch merkte Frau Köhler an: „Zu einer ehrlichen Diskussion über Hilfsorganisationen wie Unicef gehört, dass der Spender weiß: Ja, auch das Plakat, dass da am Straßenrand hängt, habe ich von meinem Geld mitfinanziert. Man darf sich da nicht in die Tasche lügen.”

Vor einem Jahr war bekanntgeworden, dass die deutsche Unicef-Sektion Provisionszahlungen an Spendenwerber geleistet hatte. Das hatte zu einer breiten Diskussion über die finanzielle Transparenz von Hilfsorganisationen geführt und den deutschen Zweig des UN-Kinderhilfswerks zeitweise in eine tiefe Krise gestürzt, die auch einen Führungswechsel mit sich brachte.