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Köln: Europaweit operierendes Diebespaar gesucht

Köln : Europaweit operierendes Diebespaar gesucht

Die Polizei sucht ein Diebespärchen, das seit einigen Jahren europaweit bekannte Großstadtjuweliere, unter anderem auch in Köln, aufsucht, um diese mit einer geschickten Masche um hochwertige Uhren zu bringen.

Ende Juni 2003 schlugen die Diebe bei einem bekannten Juwelier in der Kölner City zu. Sie trugen nach dem "Verkaufsgespräch" zwei Uhren im Wert von 184.000 Euro davon.

Die Ermittlungen mit Unterstützung des Bundeskriminalamtes und ausländischer Polizeibehörden brachten in den folgenden Wochen und Monaten interessante Tatzusammenhänge an das Tageslicht. In allen Fällen decken sich offensichtlich Beschreibungen der Geschädigten, der modus operandi, die ethnische Beschreibung des Paares und die Art des ausgewählten Diebesgutes.

Im ersten bekannt gewordenen Fall ergaunerten die Beiden bei einem Juwelier in Wien Anfang Januar 2002 einen Damenring im Wert von über 70.000 Euro. Acht Monate später erbeuteten sie bei einem Juwelier in Salzburg einen Solitärring im Wert von 120.000 Euro.

Zum Jahresende 2003 bestahlen sie einen Kopenhagener Juwelier und nahmen je eine Herren- und eine Damenuhr (Franck Muller Tourbillion /
Franck Muller Long Island) mit.

Die zuletzt bekannt gewordene Tat ereignete sich am 9. Januar 2004 in Genf. Die Beute des Pärchens bestand aus einer Herrenuhr der Marke Franck Muller Long Island 1200 T im Wert von 120.000 Euro.

Zählt man die Schadenssumme der Taten zusammen, so ist annähernd ein Betrag von 1.000.000 Euro entstanden. Fotografien der örtlichen Überwachungskameras und die Personenbeschreibungen lassen darauf schließen, dass alle genannten Taten von ein und demselben Pärchen verübt wurden.

Sie gingen stets nach demselben Muster vor: In allen Fällen betreten die Beiden das Geschäft und täuschen Kaufinteresse vor - dabei soll es nur der hochwertigste Schmuck sein, der vorgelegt werden soll. Wenn sie sich dann endlich - vermeintlich - entschieden haben, treten sie mit Sonderwünschen an das Personal heran. Es geht dann um spezielle Verpackung oder Fragen hinsichtlich der "Zollpapiere". So abgelenkt bemerken die Verkäufer die geschickt ausgeführte Diebstahlshandlung nicht. Unter dem Vorwand, noch Bargeld abheben zu müssen, gehen die Diebe mit ihrer Beute davon.

Personenbeschreibung:
1. männlich, ca. 55 - 60 Jahre alt, ca. 185 - 190 groß, stabile Gestalt, graue/weiße kurze Haare, gepflegte Erscheinung, trug in den Fällen 3 und 4 einen Ring mit einem Türkis
2. weiblich, ca. 35 - 45 Jahre alt, zierliche Gestalt, schulterlange kastanienbraune Haare, trug in mehreren Fällen eine auffallende Sonnenbrille mit großen Gläsern, trägt in den Wintermonaten Pelzmantel, trug in Fall 3 einen Ring Pavee, besetzt mit ca. 30 Brillanten und gesprenkelt Saphire - ein Brillant fehlte.

In allen Fällen werden die Personen als arabisch, vereinzelt auch pakistanisch/indisch beschrieben. Teilweise bekunden die Personen auch selbst, dass sie aus dem arabischen Raum (Dakar/Kuweit) stammen würden. Sie sprechen gebrochen englisch sowie eine den Geschädigten
meist gänzlich unbekannte Sprache. Auf Grund der bisherigen Erkenntnissen muss damit gerechnet werden, dass dieses Pärchen weiterhin gleichgelagerte Trickdiebstähle in Juweliergeschäften begehen wird.

Zeugen, die Hinweise auf das Diebespärchen geben können, werden
gebeten sich mit der Polizeiinspektion Köln-Mitte, Tel.: 0221 229-0, in
Verbindung zu setzen.