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Aachen: Ermittlungen gegen „Anhalter-Mörder” auf Hochtouren

Aachen : Ermittlungen gegen „Anhalter-Mörder” auf Hochtouren

Gegen den mutmaßlichen „Anhalter-Mörder” laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Unklar sei, ob der verhaftete arbeitslose Versicherungskaufmann, der in den 80er Jahren im Raum Aachen fünf junge Tramperinnen erdrosselt habe, zudem 1987 auch eine 18-jährige Schülerin aus Aachen tötete, sagte der Sprecher der Aachener Staatsanwaltschaft, Robert Deller.

Der Mann werde weiter vernommen. Mit einem genetischen Fingerabdruck war der in dritter Ehe verheiratete 51-Jährige und Vater eines Sohnes rund 17 Jahre nach einer Serie von Morden an jungen Tramperinnen vor wenigen Tagen als Mörder überführt worden.

Derzeit prüfen Polizisten in den Niederlanden und Belgien sowie im Umland von Viersen - dort lebte der 51-Jährige zuletzt -, ob es dort ungeklärte Vergewaltigungen und Morde an Frauen gebe. „Wir prüfen weiterhin Fälle von sexueller Nötigung und Vergewaltigung, wo es nicht zum Totschlag kam”, sagte Deller. „Vielleicht gibt es hier noch Parallelen, die auf den Täter weisen”.

Offen sei bisher, warum der Serientäter 1990 plötzlich mit den Morden aufgehört haben sollte. Die Polizei hatte den Mann am vergangenen Donnerstag im Kreis Viersen am Niederrhein gestellt.