Aachen: Er prägte das Grenzlandtheater mit

Aachen: Er prägte das Grenzlandtheater mit

Der Regisseur und Schauspieler des Aachener Grenzlandtheaters Werner Platzek ist am 12. Oktober im Alter von 70 Jahren an einer schweren Krankheit gestorben.

Dies teilte Dramaturgin Martina Kullmann am Dienstag mit. Seit fast 25 Jahren war Platzek am Grenzlandtheater als Regisseur - unter anderem für den Musical-Erfolg „Non(n)sense” - wie auch als Schauspieler tätig und stand hier zuletzt als schachspielendes Rauhbein Fred Kowinski in der Komödie „Eine gute Partie” vor zwei Jahren auf der Bühne.

Neben seinen Theaterengagements war der in Bochum lebende Künstler auch Professor für Medienpädagogik an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland. Er arbeitete in diesem Zusammenhang unter anderem als Gastprofessor in Kuba und koordinierte das Projekt „Sport und Kultur” zwischen Kuba und dem Deutschen Sportbund.

Einen Namen machte sich Werner Platzek vor allem durch seine erfolgreichen Konzepte und Regiearbeiten für nationale wie internationale Großveranstaltungen mit sportlichem Charakter, wobei seine Bandbreite dabei von der Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung beim Deutschen Turnfest in Hannover und Turngalas in der Frankfurter Festhalle bis hin zur künstlerischen Gesamtleitung der Eröffnungs- und Abschlussfeier der Universiade 1989 in Duisburg reichte.

Auch für das Kulturprogramm der Deutschen Sportjugend bei den Olympischen Spielen in Montreal und für die Zusammenstellung und Leitung der Zirkusgala beim Festival „Sportkulturen der Welt” in Bonn zeichnete Werner Platzek verantwortlich.

Mehr von Aachener Zeitung