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Köln: Entwurf für umstrittene Kölner Moschee wird überarbeitet

Köln : Entwurf für umstrittene Kölner Moschee wird überarbeitet

Die Türkisch-Islamische Union (Ditib) lässt den Entwurf für ihre im Kölner Stadtteil Ehrenfeld geplante Moschee überarbeiten. Dabei gehe es vor allem um eine erhebliche Verringerung der auf dem Moscheegelände vorgesehenen Basarfläche, teilte ein Sprecher am Dienstag in Köln mit.

Die Organisation reagiert damit nach eigenen Angaben auf die sogenannte Offenlage, bei der Kölner Bürger vom 18. Oktober bis 19. November 2007 Anregungen und Kritik zum Moscheebau vorbringen konnten. Laut Ditib hat sich dabei eine deutliche Mehrheit für den Moscheeneubau ausgesprochen. Allerdings habe es Bedenken wegen der vorgesehenen Basarflächen und dem dadurch befürchteten erhöhten Verkehrsaufkommen gegeben.

Das von der Ditib beauftragte Architekturbüro soll daher bis zur Beiratssitzung zum Moscheebau am 22. Januar Veränderungen vorschlagen. Das äußere, optische Erscheinungsbild des Neubaus wird sich nicht ändern. Auf der Beiratssitzung soll auch die neue Form der Minarette vorgestellt werden. Ein Bauantrag könne jedoch erst gestellt werden, wenn der Kölner Stadtrat den Bebauungsplan rechtskräftig verabschiedet hat, hieß es weiter.

Die Finanzierung des Baus sieht derzeit öffentliche Zuschüsse nicht vor. „Wir sind sicher, dass die an uns angeschlossenen 886 Vereine ihren zugesagten Beitrag leisten werden”, sagte der Sprecher. Die Ditib sei weiterhin zuversichtlich, dass der Neubau der Moschee bis Ende 2009 fertiggestellt ist.