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Köln: Enttäuschend knappe Stunde: Ronan Keating im Gloria

Köln : Enttäuschend knappe Stunde: Ronan Keating im Gloria

Was David Bowie Mitte Juli vorgemacht hat - ein einziger Auftritt in einem relativ kleinen Laden, der dann wahnsinnig schnell hoffnungslos ausverkauft ist - macht langsam Schule.

Frei nach David Robert Jones (55) kam Ronan Patrick John Keating (25) am Donnerstag für einen Abend ins Kölner „Gloria”. Knapp eine Stunde spielte der irische Sasha-Verschnitt, dann war der Zauber vorbei. Wer dafür 35 Euro bezahlt hatte, ärgerte sich zu Recht.

Das, was da vollmundig als „Destination Cologne” - in Anlehnung an die im Mai erschienene zweite CD „Destination” gepriesen wurde - bestand aus ganzen zehn Stücken plus zwei Zugaben.

Pflichtschuldigst brachte Keating seine Hits - „Lovin Each Day”, „When You Say Nothing At All” und „Life Is A Rollercoaster” - und erinnerte mit „Key To My Life” an die glorreiche „Boyzone”-Zeit.

Selbst wenn man gnädigt über das penetrante Jodeln der Backvocal-Sängerinnen hinweg sieht, fällt es trotzdem auf, dass Keating ein großer Zweitverwerter vor dem Herrn ist. Entweder covert er sich selbst, oder er mopst bei den richtig Großen der Branche.

Das letzte Stück „The Long Goodbye” imitiert beinahe hemmungslos das Intro von „Purple Rain”, und da nutzt es gar nicht, dass er verspricht, es wäre nur ein kurzes „Goodbye”.