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Soest/Aachen: Eisglatte Fahrbahnen in NRW: 130 Unfälle, zwei Tote

Soest/Aachen : Eisglatte Fahrbahnen in NRW: 130 Unfälle, zwei Tote

Auf eisglatten Fahrbahnen haben sich am Dienstag in Nordrhein-Westfalen rund 130 Unfälle ereignet. Nach Polizeiangaben starben zwei Autofahrer, 15 Menschen wurden verletzt.

Unfallschwerpunkt waren das Sauer- und Siegerland. Im Kreis Soest mussten nach Polizeiangaben 100 Autofahrer auf der Strecke zwischen Warstein und Hirschberg eine Zwangspause einlegen, bis der Winterdienst gestreut hatte. Eine Reihe von Unfällen gab es auch im Bonner und Aachener Raum.

Ein 28 Jahre alter Autofahrer aus Siegburg geriet bei Much (Rhein-Sieg-Kreis) in den Gegenverkehr und riss einen 43-Jährigen in den Tod. Nach Polizeiangaben war der Wagen des Mannes am Morgen auf der eisglatten Bundesstraße 56 ins Schleudern geraten und frontal mit dem Auto des Wiehlers zusammengestoßen. In Swisstal bei Bonn starb ein 59-Jähriger, der mit seinem Auto in einem Waldstück gegen einen Baum geprallt war. Der Notarzt konnte ihn nicht mehr retten. Bei 13 weiteren Unfällen im Raum Bonn wurden vier Menschen verletzt.

Im Raum Aachen und der Eifel wurden die Autofahrer in der Morgendämmerung von Glatteis überrascht. Bei 14 Unfällen auf eisglatten Straßen erlitten vier Menschen leichte Verletzungen. Eine Autofahrerin überschlug sich bei Düren mit ihrem Auto und kam mit leicht verletzt davon. Unverletzt überstand eine Frau einen Unfall, nachdem sie bei Düren in den Gegenverkehr geraten war. Eine 56-jährige Frau landete in ihrem Auto an einem Baum und wurde leicht verletzt. Schon am Montag war ein 71-jähriger Mann in Niederzier von starkem Seitenwind umgerissen worden und war mit dem Kopf aufs Pflaster geprallt. Er hatte sein Fahrrad geschoben.

In Aachen drehte sich ein Auto auf eisglatter Fahrbahn und stieß mit einem anderen zusammen. Bei kleineren Unfällen im Kreis Euskirchen kamen die Beteiligten mit dem Schrecken davon.

Ein Gewitter mit starken Hagelschauern verwandelte schon am Montagabend Straßen im Großraum Duisburg/Oberhausen kurzzeitig in spiegelglatte Rutschbahnen. Auf der Autobahn 3 und auf der Autobahn 59 ereigneten sich innerhalb weniger Minuten vier Unfälle. „Das sah sehr böse aus”, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei. Zum Glück sei es jedoch bei Blechschäden geblieben. Die A 59 in Richtung Dinslaken musste nach einem Unfall nahe der Anschlussstelle Duisburg-Walsum für kurze Zeit gesperrt werden.