1. Kultur

Eine Trompete erzählt viele Geschichten

Eine Trompete erzählt viele Geschichten

Aachen (an-o) - Die Gruppe "Titz" um den Trompeter Christoph Titz stellt Samstag im Jakobshof Aachen ihre erste CD vor. Sie ist wie sie heißt: "Magic".

Erzähl mir was, sagte die Schöne. Und er nahm seine Trompete und erzählte nicht nur eine Geschichte, sondern ein ganzes Dutzend. Fröhliche, traurige, und auch solche zum Tanzen. Und als er mit den Geschichten zu Ende war sagte die Schöne "Noch mal, noch mal!" So möchte man sich vorstellen wie Christoph Titz zur ersten eigenen CD kam. Schließlich eignet sich kein anderes Instrument so schön zum Erzählen und Anmachen wie die Trompete. So war es aber gar nicht.

Ganz "sein" Ding

Jahre hat es gebraucht, bis der mittlerweile 35-jährige gebürtige Stolberger zu den wunderbaren Melodien, die er schon lange im Kopf hatte, die richtigen Musiker gefunden und, einige Jahre nach "Scetches", eine eigene Band auf die Beine gestellt hatte. Konsequent heißt sie "Titz", tourt seit zwei Jahren durch die Republik und ist an jedem Instrument prominent besetzt: Vor allem Gero Körner an den Keyboards und Christian von Kaphengst an diversen Bässen, Philip Niessen (Gitarre), Roland Peil (Percussion), Danny Schröteler (Drums) sowie einige Gäste: Sie alle legen einen - im Aachener Studio von Alex Jacobi in wahrer Feinarbeit abgemischten - Groove- und Klangteppich hin, auf dem Christoph Titz so frei schwebt wie schon lange nicht mehr.

Keine Frage, das ist endlich ganz "sein" Ding. Es hat nur ganz wenige flaue Stellen und ist, von einfach schönen Balladen ("Suchen") und luftigen Latins ("Finally"), bis zu rockigen Dampfhämmern ("Neil Conti") und Tanz-Stücken ("Opera"), unterlegt mit allerlei Techno-Beats oder raffinierten Anleihen, etwa bei den Collagen von St. Germain: durch und durch entspannt und getragen von Christoph Titz Qualitäten als Musiker, Komponist und Arrangeur.

Die neue Leichtigkeit

Für einen Teil dieser Grundstimmung gibt es übrigens eine erstaunliche Quelle. Titz hat Herp Alpert ausgegraben, einen in den 60/70er Jahren ungeheuer populären, unter Jazzern gleichwohl wegen seiner Leichtigkeit verpönten Trompeter. Sein Disco-Renner "Rotation" ist, nur leicht modernisiert, auch auf "Magic".

Das Konzert im Jakobshof beginnt 20 Uhr. Eintritt 14.30 Euro.