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Düren: „Ein Gedicht ist ein Gedicht ist ein Gedicht!”

Düren : „Ein Gedicht ist ein Gedicht ist ein Gedicht!”

„Die Dichterin Hilde Domin hat es im Winkelsaal von Schloss Burgau auf den Punkt gebracht”. So steht es im Flyer zur 2. Langen Nacht der Poesie am Samstag, 29. November (18 Uhr), im Dürener Haus der Stadt.

Damals sagte die Grande Dame der deutschen Lyrik: „Ein Gedicht ist ein Gedicht ist ein Gedicht!”

Gerhard Quitmann und Beate Krüger-Lenders, Vertreter des Kunstfördervereins Kreis Düren und des Arbeitskreises Literatur, wollen diese Erkenntnis auf die Bevölkerung der Dürener Region übertragen. „Insbesondere denken wir an die Jugend”, sagte Gerhard Quitmann, „sie soll mit Poesie konfrontiert werden und sich mit ihr auseinandersetzen.”

2006 wagten sich Quitmann und Kollegen zum ersten Mal an die Lange Nacht der Poesie. Große Bedenken waren zu überwinden, erinnerte sich Quitmann jetzt. „Wie wollt ihr das Haus der Stadt mit 650 Leuten voll kriegen?” Größenwahn wurde diagnostiziert. Doch zum Erstaunen vieler drängten sich mehr als 650 Menschen ins Haus der Stadt.

Zwei Großbild-Leinwände mussten damals für 50 Interessierte im Foyer aufgebaut werden. Diese positive Resonanz veranlasste die Veranstalter zur Wiederholung dieses außerordentlichen Kultur-Ereignisses.

Zeitgenössische Lyrik mit hoher Qualität, ohne Schnörkel, mit Klarheit präsentiert, wird im Dürener Kulturleben wieder ihre Nischen füllen. Acht Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland werden einen repräsentativen Querschnitt durch die Gegenwartslyrik geben. Lars Gustafsson reist aus Schweden an. In einer Reihe mit Wolf Wondratschek wird er Texte aus den 70er und 80er Jahren lesen. Dabei ist auch Dieter Wellershoff, vielen nur als Romanautor bekannt. Ebenso durch ihre Romane bekannt ist Katharina Hacker. Die „Poetry-Slam-Generation”, vertreten durch Nora Gomringer, wird das Lebensgefühl der Jugend ansprechen.

Jan Wagner zum zweiten Mal

Jan Wagner liest zum zweiten Mal in Düren. Zu ihnen gesellt sich noch Albert Ostermaier, der durch seine Dramen und Libretti hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Und nicht zuletzt wird die diesjährige Trägerin des „Joachim-Ringelnatz-Preises”, Barbara Köhler, ihre Dichtkunst zur Diskussion stellen.

Die Lesungen werden in drei Blöcken erfolgen, die durch längere Pausen unterbrochen werden.

Die Dürener Gruppe „Jazzaffairs” übernimmt die musikalische Untermalung. Ein Büchertisch mit Werken der anwesenden Autoren wird bereitstehen. Moderiert wird die Veranstaltung von Michael Braun, Hajo Steinert und Gerhard Quitmann.

Stattfinden kann diese Veranstaltung nur durch Sponsoring der „Kunststiftung NRW” und anderer Geldgeber.

Der Eintrittspreis beträgt 10 Euro, für Schüler und Studenten 5 Euro. Schüler aus der Oberstufe können, auf Nachfrage beim Kunstförderverein, umsonst teilnehmen.

Der Vorverkauf findet an der Theaterkasse im Haus der Stadt (02421/251317) und im Bürgerbüro der Stadt Düren (02421/252004) statt.