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Stolberg: Echo-Gewinnerin LaFee: „Ich steh´ nicht auf diesen Promi-Rummel”

Stolberg : Echo-Gewinnerin LaFee: „Ich steh´ nicht auf diesen Promi-Rummel”

Noch vor zwei Jahren sah Christina Klein die Echo-Verleihung im Fernsehen, träumte davon, eines Tages selbst den Deutschen Musikpreis in den Händen zu halten. Aus Christina Klein ist das Teenie-Idol LaFee geworden - und die Träume der jungen Stolbergerin haben sich erfüllt.

Zwei Echos heimste sie in 2007 ein, und jetzt auch noch einen in 2008: Damit stehen gleich drei Echos im Wohnzimmerschrank der jungen Sängerin. Über ihre Zukunftspläne und über die Echo-Verleihung hat die 17-Jährige mit unserer Mitarbeiterin Heike Eisenmenger gesprochen.

Du klingst richtig krank!

LaFee: Ja, ich lag schon die letzte Woche flach. Mit Fieber, Schnupfen, Heiserkeit - mit allem Drum und Dran!

Bei der Echo-Verleihung war Dir die Erkältung nicht anzumerken. Was ging Dir durch den Kopf, als Du auf die Bühne gerufen wurdest?

LaFee: Ehrlich gesagt: gar nichts. Mein Kopf war total leer, was wohl daran lag, dass ich von Gefühlen überwältigt war. Das war bei der Echo-Verleihung im vergangen Jahr genauso, ich konnte keinen klaren Gedanken fassen.

Bei Echo-Verleihung hast Du gesagt: „Einen Menschen will ich besonders grüßen - Papa, ich hab dich lieb.” Deine Mutter und Dein Bruder waren mit zur Verleihung in Berlin, warum Dein Vater nicht?

LaFee: Mein Papa musste arbeiten, leider. Abgesehen davon hatte ich auch nicht Eintrittskarten für alle bekommen können. Dabei laufen auf der Verleihung viele Leute herum, die dort gar nichts zu suchen haben. Aber irgendwie haben sie es geschafft, die begehrten Karten zu ergattern. Ich habe noch während der Verleihung - das ist streng verboten - meinen Papa angerufen (lacht).

Hat dieser dritte Echo einen besonderen Stellenwert für Dich? Ist er für Dich wie eine Bestätigung, dass Deine beiden Echos 2007 keine Zufallstreffer waren?

LaFee: Generell ist jeder der drei Echos etwas Besonderes für mich. Aber es stimmt schon - der dritte Echo ist irgendwie noch mal eine Bestätigung, dass ich mit meiner Musik Menschen Freude bereite, und dass das auch anerkannt wird.

Wie war es auf der After-Show-Party?

LaFee: Ganz nett. Mit anderen Promis habe ich aber so gut wie nichts zu tun gehabt: Einige von denen hatten schon ziemlich viel getrunken. Ich steh sowie nicht auf diesen Promi-Rummel - ich feier lieber mit meiner Mutter.

Du wirst demnächst in der Serie „Gute-Zeiten-Schlechte-Zeiten” zu sehen sein. Wie waren die Dreharbeiten?

LaFee: Total witzig, allerdings hatte ich nur eine kleine Gastrolle. Schauspielern macht mir großen Spaß, aber die Musik würde ich dafür nie aufgeben.

Stimmt es, dass Du wieder die Schulbank drücken willst, um den Realschulabschluss, vielleicht sogar das Abitur, zu machen?

LaFee: Ja. Ich bin zwar rundum glücklich, aber ich merke doch, dass mir ein Stück weit Bildung fehlt - und Bildung ist so wichtig. Mein Freund Matt hat in diesem Punkt positiven Einfluss auf mich. Ich werde wohl eine Privatschule besuchen - anders geht es wegen der Musik nicht. Wann ich das in Angriff nehme, ist abhängig von den Planungen für das neue Album.

Wann wird das Album auf den Markt kommen?

LaFee: Vielleicht Ende des Jahres, vielleicht auch Anfang 2009. Wir feilen gerade an den Songtexten, lassen uns Zeit mit diesem Album, denn es muss supergut werden.

Was sagst Du zu Auftritten wie dem von Sängerin Lisa Bund im Dschungelcamp?

LaFee: Ich denke, dass war eine Verzweiflungstat, weil der Erfolg als Sängerin fehlt. Aber ich will das auf keinen Fall verurteilen, denn man weiß ja selber nicht, was man täte, wenn der Erfolg ausbleibt. Es kann gut sein, dass man Dinge tut, die man vorher rigoros für sich verneint hätte. Später fragt man sich dann: Wie konnte ich das nur tun?

Wie gehst Du mit dem Erfolgsdruck um?

LaFee: Ganz ehrlich - ich verspüre keinen Erfolgsdruck. Ich verstehe selber nicht, warum ich das Ganze so locker nehme. Aber ich bin froh darüber.