1. Kultur

Düsseldorf: Düsseldorfer Landtag präsentiert Synagogen aus Deutschland

Düsseldorf : Düsseldorfer Landtag präsentiert Synagogen aus Deutschland

Aus Anlass der diesjährigen bundesweiten Woche der Brüderlichkeit zeigt der Landtag von Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf ab Mittwoch in der Wandelhalle des Parlaments eine Ausstellung mit Bildern von Synagogen in Deutschland.

Unter dem Titel „... und ich wurde Ihnen zu einem kleinen Heiligtum” soll die Schau die Synagogen als Teil der europäischen Architektur- und Kulturgeschichte ins Bewusstsein bringen, wie Landtags-Präsidentin Regina van Dinther (CDU) am Montag in Düsseldorf ankündigte. Die Ausstellung ist bis zum 7. März in Düsseldorf zu sehen.

Präsentiert würden auch etwa 20 detailreiche Holzmodelle beispielhafter Synagogenbauten, erklärte die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Sie sollen ihre Entwicklung von den in Hinterhöfen versteckten Bauwerken des Barock über die ersten im Städtebild sichtbaren klassizistischen bis hin zu den monumentalen Bauwerken der Moderne verdeutlichen. Text- und Bildtafeln informieren den Angaben zufolge über die Geschichte und die architektur-historische Bedeutung der einzelnen Synagogenbauten.

3.000 Lehr- und Bethäuser

Zwischen dem 18. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden in deutschen Städten gut 3.000 Lehr- und Bethäuser jüdischer Gemeinden. Unter der nationalsozialistischen Diktatur wurden fast sämtliche jüdische Ritualbauten zerstört, abgerissen oder umgebaut.

Die Schau führe den einstigen Reichtum dieser heute zumeist verlorenen Architektur vor Augen und mache Synagogen als wesentlichen Bestandteil des deutsch-jüdischen Erbes erfahrbar, hieß es. Die Ausstellung wurde von der Universität Braunschweig und dem Center for Jewish Art der Hebräischen Universität von Jerusalem konzipiert.