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Die sauberste Stube der RWTH

Die sauberste Stube der RWTH

Aachen (an-o) - Die RWTH besitzt nun "die modernste Forschungsstätte für Mikroelektronik" in Europa. In nur 14 Monaten Bauzeit entstand das 1500-Quadratmeter-Labor in Melaten.

Die Lehrstühle der Institute für Theoretische Elektrotechnik (ITHE), Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) und das Institut für Werkstoffe der Elektrotechnik (IWE-1) freuen sich auf das neue Gebäude, das auch eine erhebliche Erleichterung der räumlichen Verhältnisse mit sich bringt. Konzentriert am Standort Melaten kann die RWTH ihren "weltweit exzellenten Ruf auf dem Gebiet zukunftsträchtiger Forschung verteidigen und ausbauen", so Professor Rolf Jansen vom ITHE.

Mit Hilfe der Mikrosystemtechnik, die unter anderem in Kraftfahrzeugen zum Einsatz kommt, sind so bedeutende Erfindungen wie das ESP-System oder der Airbag entwickelt worden. Auch im Bereich der Medizin sorgen "intelligente Implantate", so Professor Wilfried Mokwa (IWE-1), für eine Verbesserung des Lebensstandards. "Aus Forschung entsteht Wohlstand", mahnt er deshalb "dringend benötigte" finanzielle öffentliche Mittel an.

In Partnerschaften mit zahlreichen Energiekonzernen hält das ISEA den Kontakt zur Wirtschaft sehr eng. Die in der Leistungselektronik entwickelten Errungenschaften kommen zum Beispiel auch im ICE zum Einsatz. Das Institut sei überhaupt "eines der schlagkräftigsten in der gesamten Bundesrepublik", ist Professor Jansen überzeugt.

Keine Staubkörnchen

Das neue Reinraumtechnologiezentrum erfülle höchste Ansprüche für Forschung und Wissenschaft: Schon kleinste Temperaturschwankungen oder Staubkörnchen beeinflussen nämlich die Qualität der Produkte. In den neuen Laborräumen wird auch schon munter geforscht, und zwar an neuartigen Hochfrequenz- und Hochleistungs-Halbleiterbauelementen.