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Die besten Latinos und ihre Musik

Die besten Latinos und ihre Musik

Los Angeles. Der Spanier Alejandro Sanz hat zum zweiten Mal hintereinander bei der Verleihung der Latino-Grammys abgeräumt. „Das ist wirklich zu viel”, sagte er in der Nacht zum Donnerstag bei der Show im Kodak Theater von Los Angeles.

„All die anderen Künstler hier verdienen ebenfalls, geehrt zu werden.”

Sanz gewann mit „MTV Unplugged” den Preis für das beste Album. Mit „Y Solo Se Me Ocurre Amarte” holte er sich auch die Latino-Grammys für den besten Song und die beste Single-Aufnahme.

Bereits im vergangenen Jahr war Sanz der große Sieger, als er mit seinem Album „Al Ama Al Aire” sogar vier Latino-Grammys einheimste. Die konnte er allerdings nicht auf der Bühne in Empfang nehmen, denn die für den 11. September geplante Show wurde nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center abgesagt.

Gloria Estefan und Jimmy Smits, die jetzt Gastgeber des Abends, erinnerten daran. „Wir ehren die Menschen, die wir verloren haben”, sagte Estefan. „New York, wir lieben dich!”

Bei der Gala mit Stars wie Carlos Santana holte sich die Pop-Sängerin Shakira aus Kolumbien den Latino-Grammy für das beste Musikvideo. „Suerte” ist die spanischen Version ihres internationalen Hits „Whenever, Wherever”.

Altmeister Santana, der mit „Supernatural” vor zwei Jahren bei den Grammys und den Latino-Gram-mys der große Abräumer war, hatte diesmal keine neue Produktion im Rennen. Sein neues Album „Shaman”, das Ende Oktober erscheint, wird von Fans mit Spannung erwartet.

Der Kolumbianer Carlos Vives holte sich mit „Dejame Entrar” den Preis für das beste zeitgenössische Tropical-Album. Für den Titel- Song des Albums wurde er mit einem weiteren Preis geehrt.

Sein mexikanischer Musiker-Kollege Ramon Ayala setzte sich ebenfalls zwei Mal durch. Er bekam die Latino-Grammys für das beste Norteno-Album („El Numero Cien”) und den besten mexikanischen Song („Del Otro Lado Del Porton”).

Der Preis für das Salsa-Album des Jahres ging an Celia Cruz mit „La Negra Tiene Tumbao”. Die Gruppe Banda Cuisillos machte mit „Puras Rancheras con Cuisillos” das Rennen in der Kategorie der besten Banda-Band. Die chilenische Band La Ley wurde für das beste Rock- Album ausgezeichnet.

Der kubanische Jazz-Pianist Chucho Valdès gewann mit „Canciones Ineditas” seinen ersten Latino-Grammy. Er konnte ihn aber nicht entgegen nehmen, weil ihm und den anderen 21 Kandidaten aus Kuba die Einreise in die USA verwehrt worden war.

Die Grammy-Preise für lateinamerikanische Sänger und Instrumentalisten werden in 40 Kategorien vergeben, darunter Tejano, Merengue, zeitgenössischer brasilianischer Musik und Norteno.