1. Kultur

Aachen: Der dicke Kontrabass macht das Rennen

Aachen : Der dicke Kontrabass macht das Rennen

Wer hätte das gedacht? Der dicke Kontrabass stach im Wettstreit um olympische Tonhöhen doch glatt die Klarinette aus.

Das war nicht die einzige Überraschung im 2. Familienkonzert, das das Aachener Sinfonieorchester zusammen mit dem Düsseldorfer Kontra-Prunkt-Theater den vielen kleinen und großen Musikfreunden im 2. Familienkonzert bescherte.

Die Sinfoniker bestritten im voll besetzten Großen Haus des Theaters eine Orchesterolympiade, trugen dafür legere Kleidung unter den Frackschößen und machten unter sich aus, wer am Schönsten spielt, wer den längsten Ton aushalten kann und wer der Schnellste ist.

Rasende Reporterin

Angefeuert von der rasenden Reporterin Annette Bieker, überwacht vom Schiedsrichter Frank Schulz winkte in jeder Kategorie Edelmetall auf dem Siegertreppchen. Überreicht von der bizarren Glücksfee Annette Bieker.

Medaillen gab es auch für zwei Kinder, die Georges Bizets Torero-Lied dirigieren durften, dabei sehr eigenwillige Tempi anschlugen und zeigten, dass der Dirigent schließlich doch nicht ganz überflüssig ist.

Zum Schluss dieses spannenden Konzertes durften sich Hendryk über eine Gold- und die kleine Eike über eine Silbermedaille freuen.

Ob sich Boris Blachers Paganini-Variationen als ideales Eingangsstück für ein Familienkonzert eignen, mag dahin gestellt sein. Jedenfalls hörten die jungen Hörer auch diesen anspruchsvollen und nicht unmittelbar eingängigen Klängen unter der musikalischen Leitung von Daniel Jakoby aufmerksam zu. Und auch sonst legten sich die Musiker mächtig ins Zeug. Der Dank war begeisterter Beifall, dem als Zugabe die Wiederholung des Carmen-Vorspiels folgte.