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Dortmund: Das westfälische Gegenstück zur Kölner Philharmonie

Dortmund : Das westfälische Gegenstück zur Kölner Philharmonie

Am Sonntag ist es so weit: Bei einem Tag der offenen Tür kann erstmals das Publikum von 10 bis 22 Uhr das neue Konzerthaus in Dortmund inspizieren.

Seit Oktober 2000 wurde an der Spielstätte gebaut, die nach Entwürfen der „planungsgruppe dortmund Schröder Schulte-Ladbeck Strothmann” entstand.

Den großzügigen Bau zwischen Reinoldikirche und Hauptbahnhof dominiert die reizvolle Kontrastierung von hellem Glas und rauem, kohlschwarzem Beton.

Platten aus mattiertem Ätzglatz bedecken die Front, hinter der computergesteuerte Leuchtstoffröhren ab dem Eröffnungswochenende (13.-15. September) allabendlich schillernde Farbspiele hervor zaubern.

Der nach den modernsten Methoden der Schallmessung ausgestattete Konzertsaal bietet Platz für maximal 1550 Besucher. Die „Philharmonie für Westfalen” ist als Pendant zur Kölner Philharmonie geplant worden.

Was diese auf der Rheinschiene leistet, will das Dortmunder Haus über Westfalen hinaus ins Münster- und Sauerland und bis in die Soester Börde tragen.

Pro Jahr soll es 180 bis 200 Veranstaltungen geben, die vom Klassik-Segment über Zirkus, Jazz, Shows, Galas oder World Music, bis hin zu einem speziellen Kinder- und Jugendprogramm reichen. Bis zu 2,7 Millionen Menschen könne man damit erreichen, so die Betreiber.

„Ich glaube, wir können hier ein Renommee aufbauen, wie es berühmte Konzertstätten wie der Wiener Musikverein oder die Mailänder Scala haben”, sagte Intendant Ulrich-Andreas Vogt am Freitag. Das Echo in der Fach- und Tagespresse sei bereits im Vorfeld der Eröffnung sehr wohlwollend gewesen.

Im Unterschied zu vielen Konzerthäusern der Nachkriegszeit habe der Saal in Dortmund nicht die Form eines Amphitheaters, sondern sei rechteckig, was dem Bruch der Schallwellen entgegenkäme.

Zudem seien in die Wände Reliefs aus Gips eingearbeitet. „Die Akustik ist so gut, dass man als Musiker exzellent sein muss, um hier zu überzeugen - man hört jeden Fehler”, meint Intendant Vogt, „eine Klangübertragung wie hier habe ich bisher nur in Bayreuth erlebt.”

Im Wesentlichen finanziert wurde der ansehnliche Bau mit rund 48,3 Millionen Euro von der Stadt Dortmund.

Das komplette Programm kann über die Vorverkaufsstelle Bissenkamp 8-10, 44135 Dortmund bestellt werden. Auch: Telefon-Hotline 01805/448844 (0,12 Euro pro Minute) sowie im Internet.