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Aachen: Das Martyrium des kleinen Max Luca

Aachen : Das Martyrium des kleinen Max Luca

Ein 41-jähriger Mann soll am 14. September vergangenen Jahres in seiner Wohnung in Schleiden den zweijährigen Max Luca so heftig geschüttelt haben, dass er ein Gehirnödem erlitt. Das Kind starb fünf Tage später in einem Aachener Krankenhaus.

Am Mittwoch ab 9 Uhr wird der Fall in der Aachener Schwurgerichtskammer verhandelt, die Anklage lautet auf Kindesmisshandlung mit anschließendem Kindstod.

Mit dem 41-Jährigen, der sich wegen Totschlags und weiteren vier Misshandlungen verantworten muss und die Taten bislang bestreitet, steht die 21-jährige Mutter von Max Luca vor Gericht. Der Junge wies bei der Einlieferung zahlreiche Blutergüsse und Narben am ganzen Oberkörper auf, er muss schon lange ein Gewalt-Martyrium durchlitten haben. Die 21-Jährige habe das zugelassen, heißt es. Deshalb muss sie sich wegen Verletzung ihrer Fürsorgepflicht vor den Richtern verantworten.

Dass das Jugendamt Euskirchen seit mehr als zehn Jahren eine einschlägige Akte über den Angeklagte führt, stellte sich für Max Luca zu spät heraus.