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Frankfurt: Constantin setzt weiter aufs Kino

Frankfurt : Constantin setzt weiter aufs Kino

Der Münchener Filmproduzent Constantin setzt angesichts des schwachen TV-Marktes im nächsten Jahr weiter vor allem auf das Kino.

Mit internationalen Filmen, die auch auf dem US-Markt konkurrenzfähig sein sollen, will Deutschlands größter Filmverleiher seinen Marktanteil steigern.

„Wir gehen davon aus, dass der TV-Markt 2003 schwach bleibt. Wir setzen daher weiterhin aufs Kino, wo wir ja auch profitabel sind”, sagte Verleih- und Marketingvorstand Thomas Friedl.

Constantin werde in diesem Jahr mindestens 20 neue Filme in die Kinos bringen, darunter acht Eigenproduktionen. Neue Kassenschlager sollen die Filme „Das fliegende Klassenzimmer” und „Werner vier” werden.

Mit einem Marktanteil von neun bis zehn Prozent ist Constantin der größte deutsche Filmverleiher.

Kinofilme sind mit rund 40 Prozent Umsatzanteil die größte Einnahmequelle von Constantin. Immer wichtiger wird aber die Verwertung auf Video und DVD, deren Anteil am Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2002 auf 19 (Vorjahr: acht) Prozent stieg.

Von den zehn erfolgreichsten deutschen Filmen des Jahres 2002 stammten acht von Constantin. Insgesamt lockten die Constantin-Filme 12,7 Millionen Besucher in die Kinos, nach 18 Millionen im Vorjahr, als der Film „Der Schuh des Manitu” alle Rekorde brach und allein elf Millionen Zuschauer auswies.

Ein moderates Umsatzwachstum (2001: 127,3 Millionen Euro) und eine operative Umsatzrendite von zwei bis fünf (2001: minus 12,5) Prozent hat Constantin in Aussicht gestellt.