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Auszeichnung in Aachen: Christopher Clark erhält die Karlsmedaille 2022

Auszeichnung in Aachen : Christopher Clark erhält die Karlsmedaille 2022

Der Historiker gilt als einer der wichtigsten Chronisten der europäischen Geschichte. In Aachen wird er für seinen Einsatz für ein geeintes Europa sowie die transatlantischen Beziehungen ausgezeichnet.

Der Historiker, Autor und Fernsehmoderator Christopher Clark erhält am Donnerstag, 19. Mai, in Aachen die Karlsmedaille für europäische Medien, die „Médaille Charlemagne pour les Médias Européens“. Mit dieser Medaille wird seit dem Jahr 2000 im Umfeld der Karlspreis-Feierlichkeiten eine europäische Persönlichkeit oder Institution ausgezeichnet, die sich auf dem Gebiet der Medien in besonderer Weise um den Prozess der europäischen Einigung und um die Herausbildung einer europäischen Identität verdient gemacht hat. Die Laudatio hält die Fernsehmoderatorin und Journalistin Shakuntala Banerjee. Die Hörfunk- und Fernsehmoderatorin Sonja Marx wird die Verleihungszeremonie moderieren.

Mit Vergabe dieser 21. Karlsmedaille würdigt das Kuratorium des Vereins „Médaille Charlemagne“ die Verdienste Christopher Clarks als einer der wichtigsten Chronisten der europäischen Geschichte und seinen Einsatz für ein geeintes Europa sowie die transatlantischen Beziehungen. Der „australische Europäer“, Jahrgang 1960, der 2015 von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen wurde, lehrt als Professor für Neuere Europäische Geschichte am St. Catharine’s College in Cambridge und ist Autor bedeutender Werke zur preußischen Geschichte.

Die bisherigen Preisträger

Bisherige Preisträger der Médaille Charlemagne waren der Publizist Lord George Weidenfeld (GB), der Autor Cees Nooteboom (NL), der Produzent Jan Mojto (D), der Regisseur Jean-Jacques Annaud (F), der ehemalige Intendant des Westdeutschen Rundfunks Köln Fritz Pleitgen (D), die polnische Schauspielerin Krystyna Janda, die Stiftung Berliner Philharmoniker, gemeinsam die Regisseure Fatih Akin (D) und Abdellatif Kechiche (F), die Organisation „Reporter ohne Grenzen“, der Musiker André Rieu (NL), die Verlegerin Inge Schönthal-Feltrinelli (I), die russische Zeitung Novaya Gazeta, Timothy Garton Ash (GB), die European Film Academy (EFA), die OSZE-Beauftragte für die Freiheit der Medien Dunja Mijatović, der Eurovision Song Contest, der deutsche Fernsehjournalist und ehemalige Leiter des ARD-Studios Brüssel Rolf-Dieter Krause, der britische Schriftsteller und Historiker Sir Ian Kershaw, das Erasmus Student Network (ESN) sowie 2021 der niederländische Journalist und Historiker Geert Mak.

Die Mitglieder des Vereins

Verliehen wird der Preis vom Verein „Médaille Charlemagne pour les Médias Européens“, dem folgende Institutionen angehören: Stadt Aachen, Stadt Maastricht, Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, Landesanstalt für Medien NRW, Film- und Medienstiftung NRW GmbH, Arte – der Europäische Kulturkanal, BBC World News, Deutsche Welle, Digitalpublisher und Zeitungsverlegerverband NRW e.V. sowie die Karlspreisgesellschaft. Der Verein wurde 2006 auf Initiative der Landesanstalt für Medien NRW und der Stadt Aachen ins Leben gerufen.

Angela Katzy gestaltet die Medaille

Die Medaille selbst wird von der in Köln lebenden Schmuckdesignerin Angela Katzy gestaltet. Sie hat einen Durchmesser von etwa 10 Zentimetern und ist in 925er Silber gearbeitet. Der Lapislazuli ist in 750er Gelbgold gefasst, auch die innere Strebe ist in gelbgold gestaltet. Sie steht für den Strich, den Karl der Große einer Unterschrift gleich seinem Siegel selbst beifügte, da er selbst nicht schreiben konnte.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich im Internet unter https://eveeno.com/MedailleCharlemagne2022 zur Teilnahme an der Preisverleihung am 19. Mai um 17 Uhr anmelden.

(red)