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Aachen: Christoph Hein erhält Aachener Walter-Hasenclever-Literaturpreis

Aachen : Christoph Hein erhält Aachener Walter-Hasenclever-Literaturpreis

Der Schriftsteller Christoph Hein wird am Sonntag mit dem Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen ausgezeichnet. Die Laudatio wird der Düsseldorfer Literaturkritiker Martin Krumbholz halten, wie ein Sprecher der Stadt am Freitag mitteilte.

Die Jury begründete die Auszeichnung für Hein mit „der Vielseitigkeit seines Werkes, der Zeitbezogenheit seines dramatischen und erzählerischen Schaffens und dem gesellschaftlichen Engagement seines Schreibens”. Damit verkörpere Hein „den Typus eines Autors, der mit dem Namensgeber des Preises zahlreiche Berührungspunkte aufweist.”

Der 1944 geborene Hein ist vor allem als Erzähler, Dramatiker und Essayist hervorgetreten. Er wuchs in der DDR auf. Nach Abitur und Studium der Philosophie wurde Hein 1971 Dramaturg an der Ostberliner Volksbühne. Seit 1979 lebt er als freier Schriftsteller in Berlin. Das literarische Werk Heins umfasst mehr als 25 Bücher. Der Durchbruch gelang ihm 1983 mit der Novelle „Drachenblut”. Von 1998 bis 2000 war er der erste Präsident des gesamtdeutschen PEN-Clubs.

Der Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 20.000 Euro dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Peter Rühmkorf, George Tabori, Oskar Pastior und zuletzt Herta Müller.

Walter Hasenclever wurde am 8. Juli 1890 in Aachen geboren. Mit seinen Schauspielen zählte er zeitweise zu den meist gespielten Dramatikern des deutschen Sprachraumes. Seine Werke wurden 1933 in Deutschland verboten. Hasenclever nahm sich am 21. Juni 1940 in einem südfranzösischen Internierungslager das Leben.