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Aachen: Caritas-Wettbewerb prämiert starke Jugendliche

Aachen : Caritas-Wettbewerb prämiert starke Jugendliche

Jugendliche haben bei Erwachsenen oft kein gutes Image: Da wird an ihrer Kleidung herumgemäkelt, an auffälligen Verhaltensweisen, an angeblich mangelndem Gemeinsinn und zu großem Egoismus.

Dass von jungen Menschen aber auch erstaunliche Initiativen und originelle Ideen für die Zukunft unserer Gesellschaft kommen, wird häufig übersehen. Das zu ändern, ist eins der Motive für die Jahreskampagne des Deutschen Caritasverbandes, bei der sich die Hilfsorganisation unter dem Motto „Achten statt Ächten” insbesondere für eine veränderte Haltung gegenüber benachteiligten Jugendlichen einsetzt.

Tanzprojekte und Kunstaktionen

Der Caritasverband im Bistum Aachen hat gemeinsam mit katholischen Einrichtungen der Erziehungshilfe, zwei katholischen Jugendverbänden und dem Generalvikariat einen Wettbewerb „für starke Jugendliche” ausgeschrieben, bei dem Menschen zwischen 14 und 25 dazu aufgerufen waren, sich mit Projekten zu bewerben, die etwas bewegen, in denen junge Menschen gemeinsam für einander und für eine gute Sache eintreten.

Insgesamt 200 Jugendliche haben sich nach Angaben von Maria Schulte-Bisping, Caritas-Fachreferentin für Jugendhilfe, an dem „Alle Achtung” genannten Preis beteiligt, und mit Freude registrierten sie und Fachkollegin Theresia Heimes, dass nicht zuletzt Jugendliche mit schwieriger Biographie und persönlicher Benachteiligung in Jugendeinrichtungen und Verbänden außerordentlich engagiert und verantwortungsvoll aktiv geworden seien. Beworben haben sich zum Beispiel Tanzprojekte mit Rap, Hip-Hop und Breakdance im Mittelpunkt, Kunstaktionen, bei denen Jugendliche ihre Gefühle, Sehnsüchte und Gedanken zu Themen wie Liebe und Partnerschaft äußern, ferner Umweltprojekte und eine Plattform für selbst organisierte Formen von politischer Einflussnahme.

Am Freitag, 28. November, werden die Sieger im Rahmen einer Gala im Space des Aachener Ludwig-Forums ausgezeichnet. Diözesancaritasdirektor Burkard Schröders stellte hierzu 3000 Euro Preisgeld zur Verfügung, und die Initiatoren freuen sich besonders auf zwei prominente Laudatoren: Neben Alemannia-Legende Erik Meijer kommt die TV-Schauspielerin Jasmin Schwiers. Sie hat den Kontakt zur katholischen Jugendbewegung der Region nie verloren und leitet weiter kreative Workshops in der Bleiberger Fabrik in Aachen. Übrigens: Eintrittskarten für die Gala gibt es leider nicht mehr.