Bundeskunsthalle in Bonn plant große Goethe-Ausstellung

Goethe und Beethoven: Bundeskunsthalle lockt mit großen Namen

Die Bundeskunsthalle, eines der meistbesuchten Museen in Deutschland, hat sich für dieses Jahr viele große Namen vorgenommen: Goethe, Beethoven und - Michael Jackson.

Die Bundeskunsthalle in Bonn plant für den Sommer „die erste große Goethe-Ausstellung seit 25 Jahren“. Die Schau werde etwa 200 Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen weltweit versammeln, teilte die Bundeskunsthalle mit. Das Spektrum der Künstler reiche von Caspar David Friedrich, Auguste Rodin, William Turner und Piet Mondrian bis Andy Warhol. Anhand von neun Kapiteln werde die Schau vom 17. Mai bis zum 15. September Goethes Werk und Wirken, aber auch das große politische Zeitgeschehen umreißen.

Einige Monate später gibt es dann ab 17. Dezember auch noch eine große Sonderausstellung zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven. „Sie soll Beethovens Leben, Werk und Wirkung einem breiten Publikum vermitteln und dabei die seit 200 Jahren kultivierten Mythen und Klischees, die sich um seine Person ranken, hinterfragen“, kündigte die Bundeskunsthalle an. Obschon seine Werke Weltgeltung hätten, bleibe die historische Figur in der öffentlichen Wahrnehmung merkwürdig diffus und blutleer. Das zentrale Anliegen der Ausstellung sei es deshalb, Beethoven vor dem Panorama seiner Zeit lebendig werden zu lassen.

Darüber hinaus gibt es 2019 eine Ausstellung zu den antiken Zivilisationen von Palmyra, Mossul und Aleppo, deren Überreste in Museen und Ausgrabungsstätten durch die Terrormiliz IS teilweise zerstört wurden. Am 13. September eröffnet eine Ausstellung über die Geschichte von San Francisco, am 1. November eine große Retrospektive zum Werk von Martin Kippenberger (1953-1997), der als einer der wichtigsten deutschen Nachkriegskünstler gilt.

Bereits bekannt war, dass vom 22. März bis zum 14. Juli 2019 eine große Michael-Jackson-Ausstellung nach Bonn kommt. „Das Phänomen Michael Jackson hat Generationen in seinen Bann gezogen“, sagte Intendant Rein Wolfs der Deutschen Presse-Agentur. „Der King of Pop verführt und überrascht immer wieder aufs Neue.“ Die Bundeskunsthalle ist eines der meistbesuchten Museen in Deutschland: Im vergangenen Jahr kamen 675 000 Kunst- und Geschichtsinteressierte, zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

(dpa)
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