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Sachbuch „Globalisten“ von Quinn Slobodian

Sachbuch „Globalisten“ : Ideengeschichte des Neoliberalismus vorlegt

Der Neoliberalismus ist für viele inzwischen zum roten Tuch geworden. Oft wird er mit Globalisierung, entfesselten Märkten und einem schwachen Staat gleichgesetzt. Die Verwendung des Begriffs ist vielfach losgelöst von seinem historischen Kontext.

Der Kanadier Quinn Slobodian hat nun eine Ideengeschichte des Neoliberalismus vorlegt. In den Mittelpunkt stellt er die sich in den 20er Jahren formierende „Genfer Schule“ um die deutschsprachigen Ökonomen Röpke, Mises, Hayek u.a. Diese suchten einen übergeordneten Rahmen für die Weltwirtschaft, um sie unabhängig zu machen von unberechenbaren Massendemokratien und dem Wirtschaftsnationalismus.

Deshalb ihr Plädoyer für internationale Föderationen und Institutionen. Das Buch ist leider nicht leicht zugänglich geschrieben und endet schon in den 90ern. Dabei wäre es gerade interessant gewesen, den Bogen bis in die Gegenwart zu schlagen.

(sip)