Roman „Killer’s Choice“ von Louis Begley

Roman „Killer’s Choice“ : Das Böse bleibt nebulös

„Ich bin nicht in den Krieg gezogen, um Amerika wieder großartig zu machen – ich fand es großartig genug.“ Jack Dana, vor seiner Karriere als Autor Offizier der US-Marines, hat in Afghanistan gekämpft. Am Telefon muss er mit anhören, wie ein befreundetes Ehepaar bestialisch ermordet wird.

Ein Sadist will Dana und allen, die ihm nahestehen, Übles.Zwar kommt man schnell rein in die Geschichte, möchte dann aber am liebsten genauso schnell wieder raus. Der Held – harter Hund mit markigen Sprüchen, gut aussehend, vermögend, Gourmetkoch und mit soviel Sexappeal, dass sogar eine Lesbe dahin schmilzt – wirkt schablonenhaft, sein Umgang mit digitalen Medien sträflich naiv.

Das Böse bleibt nebulös. Statt in einen ordentlichen Showdown mündet das Ende in eine über sechsseitige Folterschilderung. Dass es von „Killer’s Choice“ eine Fortsetzung geben wird, steht zu befürchten.

(sus)