Krimi „Liebes Kind“ von Romy Hausmann

Debüt „Liebes Kind“ : Spannend, tiefgründig, verstörend gut

Die 23-jährige Studentin Lena Beck verschwindet spurlos. 14 Jahre später wird eine Frau bei einem Unfall verletzt und mit ihrer Tochter ins Krankenhaus eingeliefert. Die Frau sagt, ihr Name sei Lena.

„Dieser Thriller beginnt, wo andere enden“, schreibt der Verlag über Romy Hausmanns Debüt „Liebes Kind“. In der Tat erhellen erst Rückblenden, wechselnd aus der Ich-Perspektive von Lena, ihrem Vater Matthias und Hannah, ihrer 13-jährigen Tochter, erzählt, was geschah.

„Zeitungsartikel“ im Buch gaukeln vor, die Handlung beruhe auf Fakten. Mehr und mehr wird man hineingezogen in das klaustrophobische Leben einer „Familie“ (Hannah hat noch einen jüngeren Bruder, Jonathan) auf engstem Raum, ohne Tageslicht, mit künstlicher Sauerstoffversorgung. Und dabei ergeben sich brennende Fragen: Wer ist der „Vater“, der immer nur auf Besuch herein schaut? Was ist mit Jonathan geschehen?

Spannend, tiefgründig, verstörend gut.

(sus)
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