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Düsseldorf: Brüste nicht zu groß: Frau verliert Prozess gegen Chirurgen

Düsseldorf : Brüste nicht zu groß: Frau verliert Prozess gegen Chirurgen

Eine 40-jährige Düsseldorferin hat einen Rechtsstreit gegen ihren Schönheits-Chirurgen verloren, der ihr angeblich zu große Brüste geformt hatte.

Das Landgericht in Düsseldorf wies die Klage der Frau am Donnerstag ab. Die Klägerin hatte angegeben, sie habe ihren Busen - Körbchengröße C - nur straffen und besser in Form bringen lassen wollen. Zu ihrem Entsetzen sei sie aber mit Körbchengröße D und jeweils 300 Milliliter großen Implantaten in ihren Brüsten aus der Narkose erwacht.

Zum Verhängnis wurde der Frau in dem pikanten Prozess die Aussage ihres eigenen Freundes. Der hatte zu Protokoll gegeben, dass es durchaus auch um eine Vergrößerung der Brüste gegangen sei und er sich die Implantate mit der 40-Jährigen vorher gemeinsam angeschaut habe. Mit Hinweis auf diese Aussage wies das Gericht die Forderung von mehr als 12.000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz ab.

Chirurg und Patientin hatten keine schriftliche Vereinbarung über das Ziel der Operation getroffen, über das sie nachher in Streit geraten waren. Als Wunsch-Busen hatte die Frau dem Operateur Fotos von vollbusigen Nacktmodellen vorgelegt.