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Bonn: Bonner Schau zeigt Verhältnis der Römer zu Kelten und Germanen

Bonn : Bonner Schau zeigt Verhältnis der Römer zu Kelten und Germanen

Die Beziehungen der Römer zu Kelten und Germanen steht im Mittelpunkt einer Ausstellung, die ab Donnerstag im Rheinischen Landesmuseum Bonn gezeigt wird.

Die Schau „Krieg und Frieden. Kelten - Römer - Germanen” spanne den Bogen von der Vergangenheit zum Heute, teilte ein Museumssprecher am Mittwoch mit. Probleme der Gegenwart wie Migration, Anpassung oder Widerstand, kulturelle Überschichtung oder Abschottung hätten auch schon das rasch wachsende römische Reich beschäftigt.

Mit dem Gallischen Krieg war der Raum zwischen dem Mittelrhein und den südlichen Niederlanden in das Blickfeld des römischen Imperiums geraten. Roms Truppen, geführt von Julius Caesar, eroberten in nur sieben Jahren ganz Gallien. Die Versuche, die römische Grenze noch weiter nach Osten, womöglich bis an die Elbe auszudehnen, fanden mit der Varus-Schlacht im Jahr neun nach Christus ihr Ende.

Zwischen Mittelrhein und südlichen Niederlanden stießen die Römer auf unterschiedlichste Völker. Manche wiesen keltische und andere germanische Wurzeln auf, bei wieder anderen waren beide Einflüsse vermischt. Die Ausstellung wolle diesen kulturellen Verhältnissen und dem Umgang Roms mit den heimischen Völkern auf den Grund gehen, hieß es weiter.

Die Ausstellung wird von einem pädagogischen Rahmenprogramm mit einem eigenen Mitmachbereich für Kinder und Familien begleitet. Sie findet in Kooperation mit dem XIII. Weltkongress der Keltologen statt, der vom 23. bis 27. Juli unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler in Bonn tagt. Die Schau wird bis 6. Januar gezeigt. Das Rheinische Landesmuseum ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, mittwochs zusätzlich bis 21 Uhr.