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Bonn: Bonner betrügt Briefmarkenhändler in über hundert Fällen

Bonn : Bonner betrügt Briefmarkenhändler in über hundert Fällen

Ein 37-jähriger Bonner soll drei Jahre lang im großen Stil Briefmarken-Versandhändler betrogen haben. Bei über hundert Fällen sei ein Schaden von 20.000 Euro entstanden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Der Mann bestellte unter Angaben falscher Namen telefonisch ungestempelte Sammlerbriefmarken und ließ sich diese an immer neue Adressen im gesamten Bonner Stadtgebiet und in der Umgebung schicken.

Hierbei nutzte er Adressen von Häusern, die über einen leicht zugänglichen Außenbriefkasten verfügten. Diese Anschriften suchte er dann wenige Tage nach der Bestellung auf und angelte die Briefmarkensendung aus dem Postkasten. Die beigefügten Rechnungen, teils in Höhe von mehreren tausend Euro, beglich er nicht.

In der ersten Juniwoche erfuhr die Polizei von drei neuen Bestellungen von Sammlerbriefmarken, die zu der Vorgehensweise des Täters passten. Die Beamten observierten daraufhin die angegeben Adressen. An einer konnte der bislang unbescholtene Tatverdächtige auf frischer Tat gefasst werden. Er hat inzwischen ein Geständnis abgelegt und eingeräumt, die ergaunerten Marken an ahnungslose Briefmarkenhändler weiterverkauft zu haben, um an Bargeld zu kommen.