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Aachen: Bistum hat Reform unterschätzt

Aachen : Bistum hat Reform unterschätzt

Generalvikar Manfred von Holtum hat eingestanden, dass die Einführungsphase der Verwaltungsreform des Bistums zu kurz und die nötige Vorbereitung unzureichend war.

Neue Systeme im Personal-, Bau- und Liegenschaftswesen und die Einführung des kaufmännischen Rechnungswesen seien eine gewaltige Herausforderung gewesen.

Die Verwaltungszentren der Kirchengemeinden seien zu schnell gestartet und auch noch mit zu wenig Vorlauf. „Wir haben die Größe und Komplexität der Verwaltungsreform unterschätzt”, sagt der Chef der bischöflichen Verwaltung. Deshalb habe er jetzt das Projekt „Wettbewerbsfähige Verwaltung” aus der Taufe gehoben. Jürgen Scholz betraute er mit der Projektleitung.

Die Pfarre St. Johann Baptist in Aachen-Burtscheid wollte von der bischöflichen Schiedsstelle wissen, ob die vom Bistum vorgenommenen finanziellen Kürzungen für die Jahre 2005, 2006 und 2007 rechtens waren. Dem Antrag der Pfarre schlossen sich weitere Sprengel aus der Diözese an.

Am Freitag sollte Peter Roggendorf, Leiter der bischöflichen Schiedsstelle, seine Entscheidung bekanntgeben. Die vertagte er jedoch, weil die Vertreter von St. Johann Baptist weitere Gründe für ihre Klage nachreichen wollen. Am 8. August, wird im Generalvikariat weiter verhandelt, seine Entscheidung will Roggendorf drei Wochen später den Parteien, dem Generalvikariat und den Pfarrgemeinden mitteilen.