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Aachen: Biomedica soll „großes Know-how der Region zeigen”

Aachen : Biomedica soll „großes Know-how der Region zeigen”

Für die Biowissenschaften ist das Klima im Dreiländereck offenbar günstig. Die Kompetenzen der Region sollen nun bei der ersten „Biomedica” am 21. und 22. März hervorgehoben werden. Mit der Organisation dieser Kongressmesse im Aachener Eurogress wurde die Aachener Marketing-Dienstleister „Tema Technologie Marketing AG” betraut.

Mit dem Projektverantwortlichen Markus Bau sprach unser Redakteur Werner Breuer über den Boom der Life Sciences und die Anforderungen an die Organisatoren.

Wieviele Teilnehmer erwarten Sie zum Kongress und worüber werden die reden?

Markus Bau: Es werden etwa 40 Sprecher und 600 Teilnehmer kommen, nicht nur aus dem Bereich Aachen, Maastricht und Lüttich, sondern aus ganz Europa und den USA. Auch das Europäische Parlament und die Europäische Kommission entsenden Vertreter. Reden werden die Fachleute über die Biotechnolgie. Da geht es etwa um verträgliche Materialien für die Medizin oder die Frage, wie aus Bakterien durch Fermentierung bestimmte Stoffe gewonnen werden können.

Warum treffen sich die Experten gerade in Aachen?

Markus Bau: Sie treffen sich hier zur ersten Biomedica, die nächste soll im kommenden Jahr in Maastricht stattfinden und 2009 die übernächste in Lüttich. Veranstalter sind die drei Organisationen BioLige aus Belgien, die niederländische Life Sciences Limburg und auf der deutschen Seite LifeTec Aachen-Jülich. In diesem Dreiländereck gibt es ein großes Know-how. Hier finden sich in einem Umkreis von 60 Kilometern viele Universitäten und Forschungszentren mit Schwerpunkten in der Biotechnologie. Allein das Aachener Uniklinikum ist ein riesiges Forschungskrankenhaus. Außerdem haben viele Forscher in dieser Region Firmen gegründet.

Was muss eine Agentur denn können, wenn sie gleich drei Auftraggeber von sich überzeugen will?

Markus Bau: Sie muss Kompetenz nachweisen, Vergleichbares und Größeres schon gestemmt haben. Tema hat viel Erfahrung mit internationalen Messen und Konferenzen. Wir sind hier seit 13 Jahren tätig, etwa mit der Stahlindustrie, der Software oder der Gebäudeautomation. Unsere Palette reicht von kleinen Firmenveranstaltungen über gemeinsame Messestände von 1000 Quadratmetern bis hin zu großen internationalen Kongressen mit mehreren Hundert Teilnehmern. Dabei bieten wir alles aus einer Hand an. Bei der Biomedica gehört der Entwurf eines Logos ebenso dazu wie dieWerbung, die Pressearbeit in mehreren Sprachen oder der Betrieb der Website. Vor allem sind wir aber auch Ansprechpartner für die Kongressteilnehmer.

In welcher Sprache konferiert man denn im deutsch-belgisch-niederländischen Dreiländereck?

Markus Bau: Das Publikum ist international, weshalb die Konferenzsprache Englisch ist.