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Aachen: Betrügerin zu fünfeinhalb Jahren verurteilt

Aachen : Betrügerin zu fünfeinhalb Jahren verurteilt

Das hat sich nicht gelohnt für die 58-Jährige: Sie stand wegen nahezu 100 Betrugsfällen vor dem Aachener Landgericht. Die 7. Strafkammer verurteilte die Sozialhilfeempfängerin jetzt zu fünf Jahren und sechs Monaten Haft wegen fortgesetztem Betrugs in den Jahren 1997 bis 2002.

Grundstock der kriminellen Machenschaften der Wiederholungstäterin (wir berichteten) waren Prellereien eines Versandhauses unter diversen Namen von Verwandten und Bekannten, auch der Ehemann machte mit. Fernsehapparate wurden bestellt, aber auch Blumensträuße, Unterwäsche, Handys, Haushaltsgeräte und Küchenmöbel, eben alles, was per Katalog zu holen war.

Sie versuchte in Kreuzau sogar, ein Haus zu kaufen, zog postwendend mit Ehemann und 22 Hunden in die Immobilie ein. Das Haus musste wieder verlassen werden, weil das Paar das Haus weder kaufen (sie hatte eine Vier-Millionen-Franken-Erbschaft aus der Schweiz angekündigt, die nie kam) noch weiter mieten konnte.

Nachbar obdachlos

Beim Auszug hinterließ das Paar dem Eigentümer eine von der Hundeschar gänzlich verwüstete Wohnlandschaft. Dann mietete es sich 2001 in einem Hof bei Herzogenrath ein. Miete wurde wieder nicht gezahlt. Hier richteten die Rottweiler, jetzt zwölf an der Zahl, auch erheblichen Schaden an.

Infam verfuhr die Angeklagte mit einem Nachbarn, der seinen Lebensabend in einem Wohnmobil verbrachte. Er wurde von der Betrügerin so ausgenommen, dass er am Ende in der Obdachlosigkeit landete.