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Aachen: Bergbau ist an der RWTH Geschichte

Aachen : Bergbau ist an der RWTH Geschichte

Der Strukturwandel im ehemaligen Kohlerevier hat sich jetzt auch dem Namen nach an einem der renommiertesten Lehrstühle der RWTH Aachen vollzogen.

Bei einem Festakt wurde am Freitag die Fakultät für Bergbau, Hüttenwesen und Geowissenschaften in die Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik umbenannt. Damit wird der Spitzenforschung, mit der die Fakultät seit langem auch international glänzt, nun durch einen entstaubten Schriftzug Rechnung getragen.

„Höchste Zeit für Umbenennung”

Im Beisein von Harald Schartau (SPD), NRW-Minister für Wirtschaft und Arbeit, sprach der Dekan der Fakultät, Professor Reiner Kopp, von der Notwendigkeit einer Umbenennung. „Der neue Name verdeutlicht das breite Spektrum unserer Fakultät. Die bloße Aneinanderreihung der drei alten Fachgruppenbezeichnungen Bergbau, Hüttenwesen und Geowissenschaften wurde durch eine Bezeichnung ersetzt, die die Gemeinsamkeiten und die interdisziplinäre Ausrichtung der Fachgruppen betont und damit integrierend für die gesamte Fakultät steht. Es war höchste Zeit für eine Umbenennung”, sagte Kopp.

Minister Schartau hob heraus, mit der Namensänderung werde ein Strukturwandel greifbar, der inzwischen Früchte trage. „Gerade die Hochschulen und Forschungseinrichtungen tragen zu der Reputation bei, die Nordrhein-Westfalen international genießt.”

RWTH-Rektor Burkhard Rauhut betonte, dass die Namensänderung eine Anpassung an heutige Verhältnisse darstelle. „Der Name Bergbau fällt zwar weg, gleichwohl spielt die Ausbildung in diesem Bereich an der RWTH zukünftig weiterhin eine bedeutende Rolle. Eine Disziplin, der einer Elite-Hochschule gut zu Gesicht steht.”

Henke: Geld muss bei Hochschulen ankommen

Rudolf Henke (CDU), Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtages, forderte, dass die im Zuge der Förderung von Elite-Universitäten in Aussicht gestellten Gelder auch tatsächlich an den Hochschulen eingesetzt würden. „Diese Gelder dürfen nicht an den Hochschulen vorbeifließen, das muss präzise geprüft werden.”

Schon am Morgen war das Fest der Namensgebung interaktiv gestartet worden. 500 Schüler konnten rund um die Fakultätsgebäude in der Aachener Intzestraße in einem begehbaren Stoffkreislauf nachvollziehen, wo die Produkte des täglichen Lebens herkommen und wie sie zu Produkten verarbeitet werden.