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Aachen: Bandenmäßiger Drogenhandel

Aachen : Bandenmäßiger Drogenhandel

Immer mehr Frauen scheinen sich aktiv in den Drogenhandel in der Aachener Region einzumischen.

Nachdem vor dem Aachener Landgericht am Dienstag ein Kokain-Verfahren begann, in dem sich fünf Frauen für kiloweisen Schmuggel von Stoff aus der Karibik verantworten müssen, gestand am Mittwoch in einem anderen Verfahren eine 37-Jährige aus Aachen ihre Kurierdienste für zwei kurdischstämmige mutmaßliche Drogenhändler (27/25) aus Herzogenrath.

Die beiden sind vor der 4. Großen Strafkammer (Vorsitz: Wolfgang Diewald) angeklagt, in verschiedenen personellen Zusammensetzungen mehr als 110 Kilo Kokain, Amphetamine und Ecstasy transportiert haben sollen.

Vor einem Supermarkt in Bremen war das Kokain von der Kurierin übergeben worden. Es geht um bandenmäßig organisierten Drogenhandel in beinahe 40 Fällen zwischen Sommer 2005 und April 2006.

Während die beiden Brüder schwiegen, gestand gestern die Angeklagte auf Anraten ihres Anwalts Wolfram Strauch ihre Tatbeteiligung ein. Sie gab zu, auf sieben Fahrten nach Bremen Drogen mitgenommen zu haben. Meistens fuhr sie einfach mit dem Zug. Auf der letzten Kurierfahrt dann geriet sie mit ihrem Pkw auf der Autobahn in eine Polizeifalle und hatte etwa viereinhalb Kilo Drogen dabei.

Breites Angriffsziel bei der Eröffnung des auf 23 Verhandlungstage angesetzten Verfahrens war die Anklageschrift. Der Bremer Verteidiger Stefan Jenkens, der einen der Brüder vertritt, monierte die viel zu allgemein und unspezifisch formulierten Vorwürfe. Der Prozess hätte nach Auffassung des Anwaltes gar nicht erst eröffnet werden dürfen. Am Freitag geht das Verfahren weiter.