1. Kultur

Düsseldorf: Ausstellung zur Architektur deutscher Synagogen

Düsseldorf : Ausstellung zur Architektur deutscher Synagogen

Die Architektur deutscher Synagogen steht im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung im Düsseldorfer Landtag. Die Schau trägt den Titel "...und ich wurde ihnen zu einem kleinen Heiligtum", wie die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit am Dienstag in der Landeshauptstadt mitteilte.

Sie ist vom 20. Februar bis 7. März in der Wandelhalle des Landtags zu sehen und soll Synagogen als Teil der europäischen Architektur- und Kulturgeschichte ins Bewusstsein bringen.

Jüdische Ritualbauten seien zwischen dem 18. Jahrhundert und dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts mit gut 3000 Lehr- und Bethäusern „integraler Bestandteil des deutschen Städtebildes” gewesen, so die Vereinigung. Fast alle Gebäude seien unter den Nazis oder nach 1945 zerstört, abgerissen oder umgebaut worden.

Die Schau führe den Reichtum der meist verlorenen Architektur vor Augen. Sie ist aus einer Kooperation des Fachgebietes Baugeschichte der Technischen Universität Braunschweig und des Center for Jewish Art, Hebrew University of Jerusalem, hervorgegangen.

Die Ausstellung gehört zum Programm der bundesweiten Woche der Brüderlichkeit, die am 2. März in Düsseldorf zentral eröffnet wird. Dabei erhält der in Deutschland geborene israelische Unternehmer Stef Wertheimer (80) die Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.