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Krefeld: Antike Gedächtnisstätte bei Krefeld entdeckt

Krefeld : Antike Gedächtnisstätte bei Krefeld entdeckt

Archäologen sind bei Ausgrabungen auf dem Gelduba-Gelände in der Nähe von Krefeld auf Überreste einer antiken Gedächtnisstätte gestoßen.

Die sogenannte Cella Memoriae, ein kleines Gebäude über einem Grab, wurde wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts angelegt, wie die Forscher erläuterten. „Es gibt keine eindeutigen Hinweise darauf, ob die Cella christlich oder heidnisch war, beides ist möglich”, so der Krefelder Archäologe Christoph Reichmann vom Museum Burg Linn.

Für die christliche Variante spreche der Fund eines Menschenskelettes in unmittelbarer Nähe, so Reichmann. Der Tote sei eindeutig mit gefalteten Händen begraben worden. Die Knochenreste würden jetzt genauer untersucht, um ihr Alter näher bestimmen zu können. Die Grabungen der Archäologen waren nötig geworden, weil die Stelle am Krefelder Hafen bebaut werden soll.

Das römische Kastell Gelubda wurde vermutlich zwischen vom 12. bis 9. Jahrhundert vor Christus angelegt. Der Archäologe Albert Steger entdeckte 1936 dort das größte römische Gräberfeld nördlich der Alpen. Die Funde sind im Niederrheinischen Landschaftsmuseum im Museumszentrum Burg Linn zu besichtigen.