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Aachen: Anstieg rechter Straftaten auch in der Region

Aachen : Anstieg rechter Straftaten auch in der Region

In Stadt und Kreis Aachen, den Kreisen Düren und Heinsberg sind die politisch motivierten Straftaten im Bereich Rechtsextremismus im vergangenen Jahr leicht gestiegen.

Registriert wurden 205 Delikte. Im Jahr 2004 waren es 202. Bei rund 87 Prozent der Vorfälle handelte es sich um Propagandadelikte, etwa das Zeigen des Hitler-Grußes, Tragen verfassungswidriger Kennzeichen, Nazischmiereien oder ausländerfeindliche und antisemitische Volksverhetzung. Es wurden acht Körperverletzung registriert - 2004 war es nur eine gewesen. Fünf Sachbeschädigungen wurden im Bereich Rechts verortet.

Im Bereich Links sank die Zahl von 33 (2004) auf 16 Straftaten. Der Rückgang um rund 50 Prozent dürfte damit zusammen hängen, dass es im Jahr 2004 noch zahlreiche Verstöße gegen das Versammlungsgesetz durch Gegendemonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Erkelenz gegeben hatte. Im Bereich Links registrierte die Polizei vergangenes Jahr keine Körperverletzungen - 2004 waren es noch zwei gewesen -, jedoch vier Sachbeschädigungen und zwei Propagandadelikte.
Beim Ausländerextremismus sank die Zahl der Straftaten von vier im Jahr 2004 auf drei im vergangenen Jahr.