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Angelverbot im Rhein-Erft-Kreis

Angelverbot im Rhein-Erft-Kreis

Bergheim. Das Landesumweltamt hat vor dem Verzehr von Fisch aus drei Tagebaurestseen im Rhein-Erft-Kreis gewarnt. „Die Ergebnisse der Fischuntersuchungen aus den drei mit PFT belasteten Seen zeigen, dass die Fische deutlich mit dem Schadstoff PFT belastet sind”, teilte die Behörde am Montag mit.

Man unterstütze die Entscheidung des Kreises, jetzt ein Angelverbot an allen drei Gewässern - Roddersee, Concordia See und Köttinger See - auszusprechen.

Da derzeit noch zu wenige Untersuchungsergebnisse vorlägen, um eine genaue Verzehrsempfehlung zu geben, sollten aus Vorsorgegründen Fische aus den drei Seen nicht verzehrt werden, hieß es weiter. Das Landesamt plane weitere Fischuntersuchungen, um eine breitere Datenbasis zu haben für eine Verzehrsempfehlung.

Anlass für die Ermittlungen war ein Brand bei einem Entsorgungsunternehmen im Mai, der mit PFT-haltigem Löschschaum bekämpft worden war. Dabei war ein Teil des Löschschaums in die miteinander verbundenen Tagebaurestseen gelangt.

Ebenfalls am Montag startete Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) die Sanierung einer PFT-belasteten Fläche in Rüthen (Kreis Soest). Die Industriechemikalie PFT (Perfluorierte Tenside) steht im Verdacht, krebserregend zu sein.